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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 454

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 454)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644307--1913-2646257
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mir den Brief von meinem Herrn, e. L, vom 17. dss., alles in einer Angelegenheit, nämlich in Sachen der Gesammtheit. Möge mein Anteil mit ihm sein und mit allen, die sich mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft befassen. Ich habe allzuviel in den früheren Briefen mich ausgelassen und geglaubt, daß hakozin, e. L, die Krankheit verstehen werden; hakozin, e. L, kann glauben, daß die Wege der Stadt sich verändert haben. Mein Herr hakozin, e. L, recommandirt, je mehr Fürsprecher, je besser es ist; ich aber lasse zu, daß ein jeder, der sein will, der es aber wirklich ist, den sucht man und findet ihn nicht, es ist u. u. v. S. w. ein verwaistes Geschlecht, wir haben niemand, auf den wir uns stützen können, als unseren Vater im Himmel. Ich habe leider die Sache von Anfang an verloren gegeben; ein Stadlan ist wie ein Arzt, der erst die Krankheit verstehen muß, bevor er kurieren will. Die Welt meint, die Krankheit rührt davon her, daß man unsere Brüder verdächtigt hat der Vermischungen im Kriege; das war nicht und ist nie geschehen, das ist zur Zeit nur ein Vorwand, um eine Handhabe zu finden für die Verdächtigung, im Grunde aber spüre ich nun viele Jahre, daß wir u. u. v. S. w. wenig Gnade werden zu hoffen haben. Ich habe von der 1. Stunde gesagt, daß die Begebenheit eine Opferung ist. Vor der Gesere, die vor 3 Jahren in Mähren gewesen, die nebich viele Leben in Israel gekostet hat, bin ich einige Monate zuvor zu seinem Schwager, dem Landesrabbiner, und auch die Vorsteher gegangen und Exempels gebracht, die ich nicht durch Weisheit, sondern durch Genietheit,147 ich bin nun vor 43 Jahren in Angelegenheiten der Gemeinden und Länder gebraucht worden, daß man sehen soll, kein böses Gerücht emporkommen zu lassen. Die Weisen vergleichen ein böses Gerücht zu ein Untracht, das man muß in der Geburt ersticken lassen, jedoch hat man sich Ausreden bedient, die nur, wen sein Herz beunruhigt, so sagt, Einer hat kein Herz, der Andere hat Furcht, es kostet etwas, der Dritte sagt, was ihm nicht einfallt, ist keine Klugheit; bei den jetzigen Schlägen habe ich lange genug, bevor der Krieg im Lande Böhmen sich geendigt hat, eben lamentirt, ich sehe das Gemüt, ich komme oft zu Fürstlichkeiten, und wann ich deren mehr frequentirein wollte, könnte dank Gott, g. s. E., mehr Zutritt haben. Ich finde oft Gelegenheit discursive von Angelegenheiten, die mich nicht einmal zu wissen verlangt, zu vernehmen, ich habe genug erinnert, durch den Krieg wird man nur den Vorwand nehmen, die Zuchtrute in die Hand zu nehmen, man hat mich reden lassen. Man verlaßt alles, bis der Stoß geht und man nicht mehr zurückhalten kann. Hakozin, e. L, meint, die Ungnade dependirt zuerst von den Räten. So ist es nicht, nur sind es diese, weil sie das Gemüth des Hauptes und Ersten kennen, wann man recht schreiben könnt, wie 91 443

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