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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 452

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 452)
Language
German
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IRI
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Podagra, wenn auch nicht völlig, so doch teilweise relaxirt und hat dieses ohngeacht seine Unpäßlichkeit durch seine Werkzeuge, das sind angesehene Fürsten sollizitirt, aber so wenig als alles andere ausgerichtet; wie es diesem Manne zu Herzen geht, ist unglaublich, aber es sind alle Tore verschlossen und bis jetzt haben alle Gesandten, welche im Interesse der Gesammtheit sollizitiren, keine Antwort bekommen. Mithin »chekit es leider abgesehen zu sein, ihnen die Antwort erst nach der erfolgten Tatsache zu treniren; hernach wird man mit allerlei Excusen antworten. Gottes Hilfe ist im Augenblick; natürlicherweise aber sieht man keine Hilfe, nur möge vom Himmel aus alles zum Guten gewendet werden. Die übrigen Abschriften von Instruktionen bitte mir aus, indem hier weder eines noch das andere zu sehen ist, damit nicht man sieht, wie nachdrücklich auswärtige Juden ihre Sollicitatur im Interesse der Gesammtheit beobachtet und leider alles nicht verfangen wollen. 55 (Wien, 1745, Feber, 24.) Fernere Relation von Mittwoch, d. 22. Adar 505. Auf die jüngste Nachricht vom Sabbatausgange finde heute nichts Veränderliches zu avisiren. Indem es leider allem Interzessionieren und Sollizitiren, sowohl von den Gesandten als privaten Vornehmen ungeachtet im geringsten keine Linderung zu vermuten ist, obschon einige hier haben glauben wollen, es sei etwas ergangen, ihnen auf 1 Monat Dilation zu geben, ist aber soviel ich inquirirt und erfahren habe, weder in der Gänze noch zum Teil und sind schon Viele, welche ihren Beitrag, was man zur Zahlung der Schulden auf ihnen repartirt, abgeführt, wirklich von Prag abgereist. Es ist hier nichts unterlassen worden, auch alle Vornehmen haben das Ihrige, so viel als möglich getan, aber die Königin, i. E. w. e., will von ihr Resolution nicht weichen. Und sind viele Juden aus Prag der Meinung, wenn das Werk nicht in allem kann gehoben werden, mit einigen Wochen Dilation ihnen wieder von neuem hingezogene Hoffnung zu verursachen, wollen sie lieber gleich abziehen, als sich bei jetzige Konjunkturen tausend zu besorgen habende Gefahren auszusetzen. Und das wenige Geld, was ihnen nach all den Bedrängnissen übrig geblieben, in Kummer unter Seufzer verzehren sollten und hernach nit mehr auf Reisespesen zu haben. Und wird mein Herr Vater und Lehrer, e. 1., vom Gesandten vom König von Polen, s. E. w. e., dem Herrn Grafen Loß erfahren, mit was Eifer dieses hier urgiert worden. Aber ist alles vergebens, möge Gott seine Hilfe im Augenblicke senden und ist alles besehenen, was nur möglich war, es scheint, daß das Verhängnis vom Himmel ist, also wollen es in Liebe aufnehmen und alles, was der Barmherzige tut, tut er zum Guten. Der angesehene Baron Agilar ist, seiner Unpäßlichkeit ungeachtet, fleißig ausgefahren, ist zu bedauern, was dieser für Herzleid hat, daß nach allen Bemühungen und solchen Fürbitten von Regierungen nichts auszurichten. Man arbeitet noch so viel möglich ist, aber bekommt allerorten eine Antwort, die Kaiserin, i. E. w. e., will nicht abstehen von ihrer Absicht, es ist auch die Affäre wirklich in Konferenz vorgenommen worden, die Vornehmen zum Guten inklinirt, die Königin, i. E. w. e., will aber absolut nichts wissen, also ist meine Ansicht, daß mein Herr Vater und Lehrer, -e. 1., sich in dieser Angelegenheit nicht turbiren soll, Gott wird die gute Absicht zur Tat zurechnen, wann der Mensch das Seinige tut, hat er seiner Pflicht genügt und man muß als ein Verhängnis vom Himmel, das nicht zu ändern ist, dahingestellt sein lassen. 56 M. G. H. Donnerstag", den 23. Adar I., 505, Fürth. (Fürth, 1745, Feber, 25.) Friede meinem geliebten Vater und Lehrer, dem gelehrten Haupte und Vorsteher, dem berühmten, gottesfürchtigen R. Wolf, d. G. 1. Meinen Brief vom vergangenen Montag hoffe ich in seine Hand gelangt sein und geschieht dieses zur Erfreuung* und anzuzeigen, daß 89 441

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