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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 448

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 448)
Language
German
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IRI
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Juden «teilt, und was er dem Publikum in anderen Orten ausschickt, laßt er solches aus, folgen also beide Zeitungen zu dem End, der Wahrheit auf den Grund zu kommen, warum solches geschehen ist. Gestern ist R. Herz aus Dresden wieder nachhause gegangen, die Fürstlichkeiten haben ihm gute Vertröstung geben im Interesse der Gesammtheit. Vergangenen Sonntag ist Schlittenfahrt gehalten worden, wie aus der Zeitung von hier genau zu ersehen ist. Die Augsburger Zeitung, so mein Herr Vater und Lehrer, e. L, herschickt, kommt jedesmal um 1 Posttag später, als solche in Kaffeehäusern ankommt. In den ersten 3 Tagen nach der Entbindung der Königin, i. E. w. e., ist hier an allen Toren sperrfrei, auch Komödie und Opera frei. Wer das Vikariat dermalen führt, bitte mir anzuzeigen, auch ob die hohen Beamten, welche beim Kaiser gewesen, noch dort verblieben sind und was sonst etwa Veränderliches vorgegangen, besonders, was man dort von Ausschreibung der Reichswahl judiziert, ob solche in kurzer Zeit geschehen wird. Mein Herr Vater und Lehrer, e. 1., möge entschuldigen und nachfragen lassen, ob Herr Agent Geier dort ist, und wenn dem so ist, von ihm zu vernehmen, wie er die Schuld an R. Mosche Leb bezahlen will und was hiezu für Hoffnung ist. 49 (Wien, 1745, Feber, 7.) Fernere Relation vom heiligen Sabbat, Sonntag, den 5. Adar I, 505. In Sachen der Gemeinschaft ist bis jetzt auf alle Interventionen nicht nur nicht die mindeste Besserung erfolgt, es wird im Gegenteil täglich schlechter, indem per Stafette aus Prag Bericht eingelaufen, wie das jüngst wieder Spezialbefehl von hier an die Statthalterei ergangen, daß man die Juden, welche alt oder krank sind oder Gebärende suchen sollte zu befördern, ihnen bei dem Abzug von dort Vorschub zu leisten, die übrigen, die Nichtjuden schuldig sind, exekutieren und zur Zahlung anhalten, dagegen wo sie zu haben, ein Gleiches zu tun. Daraus geht hervor, daß es nicht anders aussieht, als die Vertreibung zu vollziehen, die Königin, i. E. w. e., bei ihrer Absicht verharrt. Die Interzessionen .sind von den Höfen an die Gesandten geschickt und diese haben in ordine solche dem Grafen Uhlefeld beigebracht, welcher mit der Königin, i. E. w. e., gesprochen; ihre Antwort ist noch geheim. Die Urgierung in der Sache selbst ist leider nicht in der rechten Ordnung traktiert worden, die Präger Fürsprecher, welche keine sonderlich Tüchtigen sind, haben ihren Präger Sohlender gemäß urgirt, bei dem Landrabbiner, s. L. 1., und den anderen Vorstehern und Angesehenen hier sich wenig sehen lassen, welches ihnen ziemlich verdrießlich war, wie auch diese Woche wirklich der Vorstand, d. G. 1., wieder in Versammlung gewesen, ich wurde in ihre Mitte berufen, allein man hat leider schlechte Hoffnung. Fürbitte vom König von Dänemark, s. E. w. e., ist R. Wolf Moschkau zugegangen; dieser macht wie auch die Anderen aus Allem ein Geheimnis, jeder glaubt, seine Fürsprache wird etwas nützen. Mithin will er der Tüchtige und der erfolgreiche Arbeiter sein. „Wer gäbe, daß das ganze Volk Gottes Profeten seien".139 Bisher aber ist noch schlechte Aferans, man hofft es künftige Woche dahin zu bringen, daß in dieser Angelegenheit soll Konferenz gehalten werden und die Gesandten ihre Antwort gebürend bekommen möchten. Gott wende es zum Guten. Man tut das Seinige, nur ist die Zeit kurz, die Arbeit groß und die Arbeiter lässig. Möge die Hilfe vom Himmel im Augenblicke kommen. (Wien, 1745. Feber, 10.) Sehr geehrter Herr.140 Ich habe Ihr geehrtes Schreiben vom 19. vorigen Monats, in welchem Sie mir Ihre liebevollen Glückwünsche anläßlich der Geburt meines Sohnes Moschio übermitteln . . . Was die Erkundigungen über unser« Nation betrifft, so kann ich bis jetzt nichts Neues berichten, aber ich möchte Ihnen nur sagen, daß 85 437

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