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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 429

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 429)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644307--1888-2646232
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s. E. w. e., Fürschreiben an den Prinz Karl v. Lothringen, welcher nun schon längst in Wien angekommen, auf jeden Fall trachten muß, mit Gottes Hilfe habhaft zu werden und besonders, weil inzwischen sich die Gesere, daß auch Mähren bis zu Ende nächsten Juni die Vertreibung haben soll, und u. u. S. w. geäußert hat. Herziger, lieber Freund, ihr müßt wissen, daß Mähren dreimal so zahlreich an Seelen ist als Böhmen selbst inclusive Prag, daher hoch nötig ist, daß in Zukunft etwa Vorschreiben .erfolgen möchten, man auch hauptsächlich auf Mähren mit einrichten tut, denn, wenn solche für Böhmen allein eingereicht werden, denken sie in Wien, um Mähren bekümmere sich keiner nicht, da kann es, behüte, darum getan sein, diese aber sind gewiß nach meiner Ansicht, das 10. Teil nicht so bemittelt, als wie Böhmen, mithin ihnen bei einer Ausweisung, behüte, noch gar nicht härter geschieht und wirklich Hamburg, Leipzig und sonst angrenzende Länder im Kommercium und Schulden seitens der mährischen Juden auch viel zu leiden hätten. Die Hauptsache ist, daß man die Fürstlichkeiten, die man um Assistenz m. G. H. anruft, mündlich informiert, daß Herr Kinsky, böhmischer Kanzler, ein großer Judenhasser ist und daß dieser die Königin, i. E. w. e., auf derlei Gedanken verleiten tut, so wie sein Bruder, der vor ihm böhmischer Kanzler gewesen, auch getan und wie bekannt mit schädliche allerhand Geseres angefangen, allein der vorige Kaiser, seligen Andenkens, der Vater der Königin, i. E. w. hat solche in Gnade wieder aufgehoben, und dieser Herr Kinsky, nämlich der Bruder des jetzigen Kanzlers ist dazwischen, wie man hört, von Sinnen gekommen und, daß die Königin, i. E. w. e., auch wie dem allerdurchläuchitigsiten Haus Österreich angestammt, sehr gnädig und barmherzig ist, hat man aus den Anlagen klar zu ersehen, nämlich wie der Herr Feldmarschall von Sehr laut lit. A eben auch aus passioniertem Anbringen gegen die Kinder unseres Volkes (maßen sich nichts auf ihnen gefunden) von den Kindern unseres Volkes nun Tausende Gulden bei Bedrohung der Plünderung und Niedermachens erpressen wollen, hat die gnädige Königin, i. E. w. e., laut beikommende Kopie, Dekret lit. B, an den Herrn Feldmarschall solches nicht altein verwiesen, sondern sein Patent nulliert und in Gnade gemeldet, daß sie solche Zwangsmittel unter scharfer Verantwortung in Zukunft verboten haben will und nicht die Schuldigen mit den Unschuldigen wider alles Recht und Billigkeit zu vermischen, mithin wann man in Zukunft beim Herrn König oder dem Herrn Herzog von Weißenfels, i. E. w. e., mit Memorial einkommen möchte, muß man obige 2 Stück beilegen und müssen in Zukunft suchende Interzessionalien, hauptsächlich in folgenden 2 Punkten bestehen; -erstens muß man mit der Religion anführen, daß es einen üblen 418 66

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