Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 424)
- Language
- German
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Gnade, daß Er uns geneigt mache das Herz der Königin, i. E. w. e., das Unglück wieder gutzumachen, denn vom Stamme, der in guter Erinnerung steht, von unserem Herrn, dem gnädigen Kaiser, seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens, ist ihre Wurzel, darum hoffen wir zu Gott, daß Er das Verhängnis zu Ruh und Frieden wandle. Von all dem, was ihr angedeutet, wollen wir uns nicht zurückhalten, soweit wir es vermögen und stark sein und nicht ermatten. Unsere kärgliche Spende, das Geld, das unseren erschöpften Personen entspricht, übersenden wir durch den Herrn Baron Agilar zur Hilfe, möge das Wenige soviel sein, als wäre es viel, obwohl es am Bedarf gemessen, nicht genug ist. Wir beten zu dem Höchsten, dem Furchtbaren, Er gebe denen, die Ihn fürchten, ein Panier, sich darum zu scharen, denn bei Ihm, g. s. E., ist die Hilfe. Dies die Worte des Geringen unter den Geringen Juda Sohn des gelehrten R. Jakob Mendola, s. A. z. S., der tief mitempfindet den Schmerz der Leidenden, Gott erhebe ihr Panier. 505. 13. Schewat. Heilige Gemeinde Mantua. 32 (Hamburg, 1745, Jänner 17.) M. G. H., Samstag abends, am Vorabend des 14. Schewat 505 in Hamburg. Friede meinem lieben Schwager, dem hochgelehrten, angesehenen, berühmten und gottesfürchtigen R. Wolf, d. G. 1. Gottesfurcht ist der Beginn der Erkenntnis. Finde mich mit seinen Worten vom 27. verflossenen Tewes beehrt nebst Kopie vom Tage zuvor aus Wien, welches in Abwesenheit meines Mannes^ e. 1., eingetroffen, von welcher Kieler Reise derselbe bereits Meldung getan, ich aber mich unterdessen zu meines Schwagers, e. L, Gefälligkeit dienstlich will offeriert haben, auch zugleich zu dessen Pläsier zu berichten nicht ermangeln will, weil aus seinem Briefe genugsam zu ersehen, wie viel Teil der selbst an den Verdruß mithin auch zu denken an der Hilfe sein Teil zu genießen steht. Zumindest sind Gottlob gute Zeichen und was mein Schwager in seinem Briefe vom König von Dänemark, s. E. w. e., zu suchen anführt, gestern bereits von gemeldetem Hofe eingelaufen ein dergestalt gnädiges Vorschreiben, daß die Juden sieh's nicht besser diktieren können. Weil solches knapp vor dem heiligen Sabbat eingetroffen und wieder vor Sabbat per expreß nach Wien unter Adresse meines Verwandten, des angesehenen R. Wolf Berlin, e. 1., hat müssen abgeschickt werden und solches erst Monatsvorsteher und Führer — wie der Schleuder in der 61 413