Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 423)
- Language
- German
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wer solches gesehen? Geschieht es auch Hochmut und Stolz, ist es ja, u. u. v. S. w., weder nötig noch anständig oder nützlich, geschieht es aus Furcht, so heißt es schon „wenn du aber schweigst, so wird Rettung und Befreiung den Juden von anderen Orten erstehen".106* Auf diesseitige Staffete hätte schon Gegenstaffete sollen hier sein, damit was weiter nötig zu reparieren, nachdem der große Herr, s. E. w. e., bereit ist, weiter viel Gutes zu tun; soll man es aber begehren, ohne zu wissen, warum und wozu, so laßt es sich ja nicht tun. In summa, so sieht es aus. Unsere Weisen, i. A. z. S.,107 bemerken bereits zum Verse „Fürwahr, die Sache ist bekannt geworden", daß Moses sich gemüht habe zu erforschen, warum dieses Volk unterschieden sei von allen Völkern, bis er gesehen, was er gesehen und sagte „fürwahr, die Sache ist bekannt geworden". Es ist solcherart kein Wunder mehr, wenn jeder ruhig in seinem Hause sein will, ohne Sorgen „wenn nur ich Frieden habe und nach dem Dünkel meines Herzens wandle4.4.107* Wie lange es aber dauert, ist eine andere Frage und verlangt mich nur zu wissen, ob man und was man antworten wird, oder ob man sich überhaupt nicht weiters kümmert oder Mitleid hilft haben und sein Körper und Geld zu schonen sucht. Gott, g. s. E.? gebe uns ein Herz von Fleisch und erneuere in unserem Innern einen geraden Geist, ihm zu dienen mit einer Schulter und zeige uns Wunder. Amen. Der kleine Mose, Sohn meines Herrn Vaters Leb Kann Binga s. A. 505, 12. Schewat, mein Schwager, der gelehrte M. K., wegen der Vertreibung im Lande Böhmen. 31 (Mantua, 1745, Jänner 16.) G. s. G. Mantua, Freitag, 13. Schewat 505.108 An die Vornehmen und Führer des Geschlechts in der heiligen Gemeinde Augsburg, die außerordentlich Gelehrten, Gott gebe ihnen Kraft und Trost, so sei es sein Wille. Gebrochen ist das Herz als wir den traurigen Brief lasen, der in sich schloß die Nachricht, die nicht gute. Unsere Lider strömten bitteres Wasser, unsere Augen troffen von Tränen über das Unglück der Verbannung unserer Brüder, die unser aller Schuld traf. Wir ergossen unser Herz vor Gott; möge unser geringes Gebet aufgenommen werden wie Brandopfer und Räucherwerk, daß Er sich erfülle mit Barmherzigkeit und Gnade für die Kinder seiner Erprobten mögen sie sehen Sein Antlitz unter Posaunensehall, möge Seine Barmherzigkeit und Gnade erweckt werden, daß wir hören, das Unheil sei vorbei, denn in Seiner Rechten sind die Ströme der 412 60