Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 420)
- Language
- German
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alles berichtet und ich weiß nicht das Mindeste, nur daß, wenn auch das Verhängnis über die ganze Gemeinschaft ergangen ist, wir doch nicht an der Rettung verzweifeln, die bald kommen möge in specie der Herr Rabbiner, s. L. L, welcher Tag wie Nacht verwendet, für unsere Brüder vorzusprechen und einzutreten, die jetzt im Unglück sind. Gott erbarme sich unser und gebe uns Gunst in den Augen der Ratgeber und Fürsten, für uns Gnade zu erbitten bei unserer gnädigen Herrin, der Königin, i. E. w. die voll Güte ist und ist Gottlob unsere gnädige Herrin, die Königin, umgeben von Männern, die ehrliche Fürsprecher sind für die Kinder unseres Volkes. 28 (Amsterdam, 1745, Jänner 12.) Kopie des Briefes meines angesehenen Schwagers,102 s. 1., vom 9. Schewat 505 aus Amsterdam. Es befindet sich mein Herr Onkel und Schwiegervater103 noch hier und sind wir sehr okkupiert wegen des Verhängnisses von Prag und Böhmen. Mit diesen meinen Zeilen wollen berichten, daß soeben mit englischer Post angenehme Briefe von unserem Korrespondenten erhalten. Genaue Abschrift folgend. Mein Mechutan, der angesehene R. Mosche Breslau, hat sich sehr bemüht mit der Sache von Prag und Böhmen und schickt kurz vor Sabbat gute Nachricht, daß bleibt die andere Seit der Stadt, und meint, einen Brief vom König, s. E. w. e., zu bekommen an die Königin von Ungarn, das Verhängnis aufzuheben und dieser Brief wird dem Ambassadeur per expreß nach Wien geschickt, es kann sein, daß die Expreß noch mit dieser Post geht, ich hoffe, daß soll viel Gutes ausrichten. Unterdessen sind wir in tiefem Schmerz über unsere Brüder. Die Nacht soll mir wie der Tag dazu sein, einige Dienst zu tun. So weit der Brief. Am vergangenen Sonntag haben hier freie Kollekte einschreiben lassen von den Einzelnen unserer Gemeinde zu gunsten der Armen der heiligen Gemeinde Prag, wo zirka 16.000 fl. gefallen, so Ihr bei Euch halten werdet. Soeben erhalten Nachricht, daß der Brief vom König, s. E. w. e., an die Königin per expressi abgegangen ist. 29 (Wien, 1745, Jänner 13.) Extrakt des Briefes von Sorel Wirmsch.104 10. Schewat 505 aus Wien. Sicher wird m. k. t. wissen, daß an ganz Mähren ebensolcher Befehl von unserer Herrin, der Königin, i. E. w. e., ergangen wegen der Vertreibung, u. u. v. S. w., sondern die mährischen Stände haben es nun 57 409