Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 416)
- Language
- German
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genug ist, wo nicht sicher ein guter Effekt zu erwarten ist auf einen Zweifel hin, sieher nicht das Geld verschwenden wird. Bei alldem kann keiner die Verantwortung für die Gewißheit auf sich nehmen, daß dies das Richtige ist, eine Andeutung ist schon bedeutend, doch was soll ich ihn belehren, dem alle Wege in solchen Sachen klarer sind als den Weisen der Vorzeit, darum will ich meinem Munde einen Zaum anlegen. Im Übrigen bedanke mich für die Ehre, daß er mir zugeteilt von seiner Ehre, mich auszuzeichnen mit seinem freundlichen Auftrage, welches mich mehr ermuntert hat, zu laufen und die Mauer zu überspringen aus Liebe. Ich habe auch gleich am Sabbat gezeigt den Vorstehern Ihre gute Erinnerung und „wie seine Lippen, geküßt sollen sie werden" *2 anführt, was die große Mizwo zu ihrer Zeit zu sagen hat. Besonders habe Freude empfunden von seiner Rede, die süß für den Gaumen ist und die Herzen anzuziehen, in der Zeit einer solchen Not ist notwendig zuerst die Weisheit und Erfahrung, daß man soll in Einigkeit sein, und ein Profetenwort entfiel seinem Munde und er hat gut zugetroffen, denn es ist in Wahrheit ein großer Grundstein und Eckstein, der an jedem Orte in jeder Gegend notwendig ist, und woher kennt er unser Verborgenes, doch es ist wohl eine Plage, die überall die Orte unserer Zerstreuung durchzieht und wir wären nicht zu alldem gekommen, wenn wir uns des Gerätes bedient hätten, das den Frieden stärkt. Möge uns Gott nicht diese Verfehlung anrechnen in der Zeit unserer Not und sehen, wie wir hintreten als Arme und Leere, tappen wie die Blinden im Finstern nach Hilfe von Fleisch und Blut und uns bedienen schmutziger Geräte. Und nun wollen wir unser Herz nach oben richten, Er ist unser Erlöser und helfe uns mit ewiger Hilfe. Und wenn Sie, sehr Geehrte, in künftigem Schreiben sollten verlangen zu erscheinen, ist meine sehr demütige Bitte obengemeldete Männer von Ansehen ebenso heranzuziehen, damit sie gewissermaßen alle sind Männer, die üben, was ihnen geboten wurde. Ebenso nicht auszuschließen, den angesehenen R. Elia, Sohn des vornehmen B. Bermann, s. g. 1., denn ich kann Ihnen nicht genug ausführlich melden sein großen Fleiß bei Tag und Nacht mit allen Interventionen, wie auch sein schickliche Bündel von Memorialien aufsetzen für jeden nach seiner Art, wird allerwegen admiriert; er hat mir versprochen, daß er will mit dieser Post einige Kopien an Sie überschicken. Dergleichen ist ratsam einen besonderen Brief an den angesehenen, vornehmen R. Mordechai Kaz aus Halle zu seiner Hand zu schicken mit großer Einschärfung und Persuadierung, daß er sich hier in loco einfindet, denn es ist bekannt, daß dieser ein großer Takif03 und sehr angesehen beim Ministerio ist, was kein Anderer tsich rühmen kann, wohlbegründete Reden von An- 53 405