Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 415

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 415)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2644300-2644307--1874-2646218
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1., Jubelirer aus Hamburg, welcher mit großer Aneiferung hat bewogen seinen Schwager, meinen Mechutan, den angesehenen R. Sender Brunschwik, daß er einen guten Fürbittebrief erlange von der Herzogin, d. i. die Großmutter der Königin in Ungarn, i. E. w. e., was Gottlob auch geschehen ist; wie wir gemeinsam aus der Antwort des angesehenen R. Sender gesehen haben in der Hand des erwähnten Gelehrten, soll der Fürstbischof am vergangenen Mittwoch per Stafette nach Wien arrivirt sein, dergleichen hat der Gelehrte an alle seine Korrespondenten erwirkt mit seinem Schreiben an den einflußreichen angesehenen R. Bendit Neumegen und R. Tobia Haag, wie auch seine Gemeinde Hamburg und andere hervorragende Einzelpersonen, daß aus ihrer Antwort ist zu entnehmen, daß jeder auf seinem Posten stehen wird, was möglich zu tun, eine Stadt und Mutter Israel zu retten. Gott stärke sie. Die größte Angst ißt zu besorgen, der Termin ist zu kurz und es ist, Gott behüte, die Zerstörung zu befürchten, ehe man die verschiedenen Wege zur Rettung ausführt. Bei alledem es schläft und schlummert nicht der Hüter Israels und der mächtige Gott verwirft nicht. Aus alledem ist zu entnehmen, und Sie können beruhigt und versichert sein von dem Reste Israels, daß ein jeder wollte gerne mit seinem Vermögen und Leben helfen. Dieser Fall verträgt keinen Aufschub, daß die Männer von hier zeigen große Bemitleidung sowohl in diesem Falle wie in anderen Angelegenheiten. Es hat große Mühe und viel Auslagen gehostet, viele Familien, Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge in die Stadt hereinzuschaffen, die sich geflüchtet aus Furcht vor dem Schwerte in der Zeit des Grimmes, des Mordes und der Vernichtung, Gott räche ihr Blut und auch jetzt ist keine Zeit ohne böses Verhängnis und Dresden ist nicht wie früher, es ist klein. Und für solche Geschäfte wäre notwendig, daß einer parat stünde mit einem Beutel voll goldener Denare, „denn ein Arzt umsonst, ist umsonst".91 Denn im Grund«, wenn man will, daß die Gemeinde soll in ihren früheren Stand kommen, kann man sich wohl vorstellen, daß das mit noch so schönen Reden nicht allein geschehen kann und sich bis dato noch niemand gemeldet, mit der wichtigsten hauptsächlichen Arznei Beistand zu tun. Ich hätte mich nicht unterstanden, Ihnen so etwas vorzutragen, und weil mir die Ehre zugeteilt habt, welches mir hätte gewunschen, beim Wohlbefinden Israels von ihm zu genießen, darum ist meine Schuldigkeit bei oben Berichtung, was zum Grund fehlt, mitzumelden und Sie können gemäß Ihrer großen Weisheit — wo doch ganz Israel Ihnen folgt und Ihrem Wort gehorcht — durch Ihre liebliche Rede viel für die Lebensrettung der Unglücklichen tun. Das ist hier auf Treu und Glauben zu versichern, daß man sehr behutsam 404 52

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.