Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 414)
- Language
- German
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am königlichen Hofe in dieser Angelegenheit zu nehmen, bei alledem ist er resolvirt nach gründlicher Erkundung dem Hofe am Scheidewege aufzuwarten. Was Sie uns erinnern wegen guter Fürsprach vom Fürsten Prinz Herzog Weißenfels, s. E. w. -e., kann ich attestieren, daß solches geschehen ist, Gottlob. Am Sonntag, vergangenen Neumond Schewat ist von hier abgereist extra E. Herz Teplitz, über Prag nach Wien, welchem eingehändigt ist ein Bündel Briefe von obigem Herzog, welches enthält Fürbittebrief an die gnädige Königin von Ungarn, i. E. w. e., ebenso an den Herrn Kanzler Graf Chinsky*9 und an den Herrn Gesandten Sachsens, auch die Suplik, was der Gesandte vor der Königin, i. E. w. e., vortragen kann, welches sehr submiss und mit Erbarmen von dem erwähnten Herzog korrigirt und diktirt worden. Was den Inhalt der Fürbittebriefe und Konzepte betrifft, ist vor den Augen unser Aller verborgen geblieben und können auch nicht positiv melden, daß an die Königin recte der Fürbittebrief vom Herzog ausgefertigt ist, darum können wir Ihnen nicht mit einer Kopie aufwarten. Aber ist genug aus allen Umständen vom Herzog, s. E. w. e., zu bemerken gewesen, das seine Barmherzigkeit rege wurde, der Gesammtheit Gutes zu erweisen und es ist sicher anzunehmen, daß ei nicht, behüte, abgesendet hat zum Schaden. Wegen des Briefes an Prinz Karl, s. E. w. e., hat der erwähnte Herzog reposiert, indem er sagte, daß Prinz Karl auf einer Reise weit von Wien ist und die Zeit ist zu kurz. Der Herzog, s. E. w. e., platiert sich, daß die erwähnten Briefe müßten schon was bewirken. So befehle ea Gott. Bei alledem ist nach unserer Ansicht die Fürbitte bei Prinzen Karl, s. E. w. e., sehr nötig und der Herzog ist zur Zeit in Weißenfels und man hat schon hingeschickt, das von ihm zu erreichen. Auch berichte ich, daß von hier aus dem geheimen consilio soll an den Gesandten nach Wien Bericht gegeben sein, daß die Kaufleute in Leipzig hier haben sich gemeldet, den großen Schaden, die gewaltigen Schulden, in die sie gerathen wären von einer so unvermuteten Austreibung und Beifügung der abgeschnittenen Revenuen, was das Land Sachsen einbüßen wird. Kurz und gut, Ihr Intext und schickliche Vorschläge sind fast ganz zugetroffen und ebenso hoffen wir, daß die Hilfe von dem „Verursacher aller Ursachen"90 damit übereinstimmt, daß wir bald einem guten Effekt sollen vernehmen. Auch dies tue ich Ihnen mitteilen, was von anderem Orte bewirkt ist, gleich am Tage der Nachricht von hier Stafetten geschickt worden nach allen 4 Richtungen, um bekanntzumachen das Wehgeschrei und das Leid mitzuteilen allen Kindern der Diaspora, die über Macht und Wissen verfügen, sie zu erwecken von ihrem Schlummer. Und fürwahr hei uns hier in Dresden befindet sich der hochgelehrte R. Efraim, s. g. 51 403