Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 411)
- Language
- German
- Belongs to
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wahr gehalten hat, herrührt und „der Mund, der verboten hat, der soll der Mund sein, der wieder erlaubt" und wenn die Königin, i. E. w. e., sicher nicht entgegen ist, könnte von Ds aus bewirken, daß der Herr Herzog von Weißenfels als kommandierender General des Königs von Polen, s. E. w. e., requiriert würde, zum Prinzen Karl zu bequemen, daß er das Herz der Königin, i. E. w. e., zum Guten wende, wäre auch gar gut. Doch sieh, was weiß ich, was Sie nicht wissen, werden sicherlich an nichts sparen, denn die Zeit ist kurz. Gott verlängere Ihre Tage und J&hre. Amen. 23 Dresden, Montag, 8. Schewat 505. (Dresden, 1745, Jänner 11.) Friede meinem geliebten Freunde, meinem Mechutan, dem gelehrten, ausgezeichneten, angesehenen Fürsprech E. Wolf, e. 1. Die Gottesfurcht ist der Anfang der Erkenntnis. Freude ist in meinem Herzen, daß mein Mechutan, e. 1., mit all seine Hausleute gesund ist, welches aus seinem Briefe, so an meinen Mechutan, dem gelehrten R. Michel Abt87 ergehen lassen, ersehen habe. Ich sollte mich billig affrondiert befinden, daß mein Mechutan, e. L, an mich vergessen und zu Fremde seine Adreß gesucht, besonders, da wir Mechutanim und Speizialfreund sind, ich auch für die viele Höflichkeit, so in seinem Hause genossen, großer Schuldner bin, ich muß aber meinen Mechutan entschuldigen und muß gestehen, daß der gelehrte R. Michel ein redlicher und gottesfürchtiger Mann ist und sich gerne mit Mizvos beschäftigt, auch beim Hof als ehrlicher Mann angesehen. Allein er ist ein Pollak und weiß sich in dergleichen Sachen nicht zu finden, weilen er nun ein Spezialfreund von mir ist, hat sich auch bei mir adressirt und habe ich beikommende Memoralien machen lassen und nehme mir die Freiheit, meinen Mechutan, e. L, zu kommunizieren und um die Post zu bringen, weil nun solche effektirt, wird mein Mechutan, e. L, aus dem Brief des R. Michel mit mehreren Fundament ersehen und wenn mein Mechutan, e. 1., findet, daß was nicht recht oder vergessen ist, bitte mir die Freude aus, ihn zu korrigieren und zu melden, obzwar schon vorbei ist, will doch gerne was lernen, weil ich mich zu demselben nicht vergleichen kann und will, indem mir dergleichen niemals zugekommen. Gott, g. s. E.. soll Israel vor dergleichen Leid behüten und lieber den gerechten Erlöser bald schicken. Amen. Dennoch bin ich hier ganz allein, ich habe buchstäblich Tag und Nach keine Ruh, nicht allein vom Konceptiren, sondern auf alle Plätze zu korrespondiren und zu sollezitiren. Es sind, u. u. v. S. w., bei der Plünderung in Teplitz und Soborten mehr als 400 48