Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 409)
- Language
- German
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durch Juden praktiziert worden »ein möchte, vom denen Juden, so die König von Preußen aus seinem Lande mit sich geführt, geschehen ist, zeigt sich klar aus beikommeinder Zeitung, daß man von Prag selbst geschrieben, daß die Juden in währender preußischen Belagerung viele Hunderte auf den Schanzen sich tapfer gewehrt und viele Hunderte im Brändelöschen, so durch Bomben und geliden Kugeln entstanden, ziemlich treu gethan haben, wie sie auch wirklich auf den Schanzen mit Gewohren noch gestanden sind, wie der Kaiser, s. E. w. e., Prag durch die Sachsen mit Sturmerhaind eingenommen hat, und sie zum Lohn schon damals, von dem Sachsen komplet wären ausgeplündert worden, wenn es nicht durch große Interventionen und Lamentationen gleich in der ersten Stunde wäre zurückgestellt worden. Darum kommet eilends zu Hilfe um der 9 großen prächtigen Synagogen willen, dieser Heiligtümer im kleinen, damit sie nicht zerstört werden, tuet es ob der Friedhöfe, mit den Gräbern der Heiligen, die in der Erde sind, daß sie nicht zum Felde wären, das gepflügt wird, tuet es ob der 30—40000 Seelen willen, so wie oben erwähnt, u. u. v. S. w.? in großer Gefahr stehen. Gewiß wird Euer Lohn wohl aufbewahrt sein, kein Auge hat ihn noch gesehen. Und weil auch von Prag weder Memorial noch Information bekommen habe, habe ich hier meine Gedanken entworfen, wie hiebei folgt, so sich mitbedienen und allenfals in Wien in denen Memorial beilegen auch «solche apart sowohl an die Königin, i. E. w. e., selbst als an alle Konferenzminister zu geben. Es folgt hiebei Kopie vom Patent, so gedruckt in Prag und in der Provinz, wie erwähnt, angeschlagen worden. Daraus ist zu ersehen der lodernde Zorn und schwere Grimm, so die Königin, u. u. v. S. w., auf die Juden haben muß, daß sogar ein Befehl, es soll kein vertriebener Jude in ihre anderen Länder eingenommen werde. Gott neige ihr Herz uns zum Guten. Amen. Abschrift, was 4. Schewat 505 von Augsburg wegen der Vertreibung aus Böhmen an die Brüder R. Eisik und R. Meir Landau nach Ulm geschrieben habe. 22 (Augsburg, 1745, Jänner 10.) Abschrift meines Briefes an meinen Schwager, den gelehrten Rabbiner Mose Kann, s. L. 1., und seinen Bruder R. Ber, d. G. 1., Sonntag, 7. Schewat 505 in Augsburg. Sein W. v. 2. dss. habe erhalten, daraus m. k. t. seine Verrichtung an dem Mainzischen Hofe in Sachen der Allgemeinheit im Lande Böhmen mit Freude ersehen und ist solches just a propo in der Sabbatstunde gekommen und war für meine Seele ein Labsal und eine 46