Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 405)
- Language
- German
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Ich habe gehört, daß Herr Graf Kotteck Excellenz,80 welcher Tochtermann vom böhmischen Kanzler Herrn Grafen Kinsky Exe, jetzt dort ist; soll sich in Innsbruck, wo er jetzt eine Zeit gewesen, geäußert haben, es sei recht, daß man den Schuldigen strafen tut, zu bedauern aber, daß es der Unschuldige mit entgelten sollte. Vielleicht giengen einige von den hervorragenden Einzelpersonen dort zu ihm und bitten um sein Vorwort bei dem Herrn böhmischen Kanzler Exe, daß man eine Inquisitionskommission aufstellen und bis Austrag der Sache, die Ausschaffung in suspenso lassen sollte. Dieses müßte aber bald geschehen, denn wie man hört, begibt sich dieser Tage wiederum nach Innsbruck, dessen Titel folgt unten. Abschrift, was ich 4. Schewat 505 meinem Sohn R. S., e. 1., nach Wien geschrieben habe. 19 (Bamberg, 1745, Jänner 7.) G. s. G. Extrakt Schreiben von meinem Herrn Vater, e. 1. ewig, aus Bamberg d. d. Sabbatausgang, am nächsten Tage 4. Schewat 505. Dem angesehenen R. Wolf Wertheim kann man alles nebst Grüßen von mir durch seinen Sohn, meinen Mechutan, den angesehenen R. Izik Wertheim schreiben lassen und ihm Abschrift von Memorial schicken. Der Herr Bischof, e. 1., hat in der Audienz gesagt, daß von dem angesehenen R. Wolf Wertheim hätte Brief bekommen in eben dieser Angelegenheit wegen der Vertreibung aus Prag und hat er solches schon recht angegriffen. Ich möchte wohl Kopie vom Briefe des R. Wolf Wertheim in Vertrauen haben, indem er gesagt, der Wertheimer hätte guten Anschlag gegeben, also wenn R. Izik Wertheim davon Kopie hätte, möchte mir solche ausbitten, damit zu sehen, wohin er zielt. Indem der Bischof, e. 1., sehr schwer daran kommt, an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., zu schreiben, und wie mir habe sagen lassen, hätte er gar große Feinde in Wien, die es unserer Herrin, der Königin, i. E. w. e., gegen seine Ehre, behüte, vortragen dürften, mithin man sollte ihm noch einige Tage gehen lassen, darauf sagt der Vorsteher und Führer R. B.82 (welchen ebenfalls zur Audienz mitgenommen, weilen ihm der Status dieses Hofes doch besser bekannt ist) wir haben schon genug und bedanke mich für die Gnade, sagt er, nein, ich verspreche noch nichts und nur Geduld. 20 (Fürth, 1745, Jänner 8.) M. G. H. Freitag, Rüsttag des heiligen Sabbat, 5. Schewat 505, Fürth. Friede meinem geliebten Herrn Vater und Lehrer, dem gelehrten Haupte 394 42