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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 403

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 403)
Language
German
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IRI
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Steher in Amsterdam, selbst nach Haag gehen lassen, inzwischen aber gleich gemeldet, vergangenen Freitag Stafet von der heiligen Gemeinde Frankfurt erhalten (wovon hiebei Abschrift folgt), wo auch mein Herr Vater und Lehrer, e. L, sogleich sich resolviret, am nächsten Tage, dem heiligen Sabbat mit dem Schiffe nach Rotterdam und Haag abzufahren, so vor seiner Abreise endlich dem die bei der Versammlung der Sefardim, so sich gar stark hiebei angestrengt haben, ebenso mitgelaufen sind. Auf dem eingegebenen Request zu gut Glück Resolution von ihr Hochmögende gefolgt ist (wovon hiebei Abschrift) und auch noch wirklich am gleichen Tag ein Brief, so auf das Nachdrücklichste geschrieben ist an Herrn Burmanie, unseren Gesandten in Wien, ausgefertigt worden ist, und hierauf per Kurier nach Wien abgeschickt worden, durch meinen Mechutan, den angesehenen R. Samuel Preßburg,7* e. L, und unseren Schwager, den angesehenen R. Anschel Ornstein,77 und an meinen Mechutan, den angesehenen R. Abraham Sinzheim,78 welche, m. G. H., soviel tun müssen, daß diese Vorschreiben Ingreß finden und angenommen werden und zweifeln nicht, m. G. H., in allem suksediren werden. Es ist umso mehr vom Himmel, als alle die Staaten meines Herrn Vaters seine Leute sind, nicht allein seine gute Freunde, Gottlob, sondern seine großen Schuldner, nämlich Graf von Weidern, Graf von Randwitz, Graf von Rechten und Herr von Brauseburg. Diese haben die Kommission in dieser Sache bekommen. Also mein geliebter Schwager und Schwester sich wohl vorstellen können, wenn es mit Gottes Hilfe auf Holland ankommt, an dem guten Succeß nicht zu zweifeln ist. Es bleibt mein Herr Vater nun solange in Haag, bis der Stafett von Wien zurückkommt, auch dasjenige, was weiter erfordert wird und nötig ist, m. G. H., zu besorgen. Von Hannover haben ebenso schon Nachricht, daß von der Kammer dort im Namen des Königs ein Vorschreiben abgegangen ist und ist von hier auch ebenso ein Stafett nach England abgegangen, um vom Könige, s. E. w. e., selbst ein Vorschreiben zu schaffen, so aber noch nicht retourniert. Hieran ist aber auch nicht zu zweifeln, wenn nur von Wien nicht zu lang zögern, weilen die Zeit u. u. v. S. w. gar zu kurz. Es wundert uns noch mehr, als daß bis jetzt noch die geringste Nachricht über dieses von Wien haben und haben von ihnen Bericht, die 4 Tage später geschrieben sind, als das Dekret von der Kaiserin ausgegeben ist und melden noch kein Wort darvon, muß sehr geheim dort traktiert sein, jedenfalls haben wir auf unseren Teil unser Schrecken und Leid genug gehabt. Gott wandle es in Freude und Wonne und schicke uns bald die vollkommene Erlösung. Was werden aber die in Wien für Freude haben, da sie vielleicht die betrübte Zeitung zugleich mit unserem Trost bekommen haben. 392 40

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