Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 402)
- Language
- German
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Orten. Im Uebrigen fürchte ich, daß einige Kanaille van den Söhnen unseres Volkes sich gröblich verloren und wäre sehr schön und zu wünschen, daß sie gestraft werden und ganz Israel rein dastehe. Alles Obenerwähnte habe meinem lieben Schwager, e. 1., vor allen anderen benachrichtigen und ersuchen wollen, von diesem meinem Briefe keinen Mißbrauch und ihn nicht bekannt machen zu lassen, so dem Wirk keineswegs verträglich. Sei vorsichtig und auf der Hut! Man mag aber öffentlich sagen, daß der Herr Kurfürst, e. 1., sich gnädigst interponiert. Und obwohl weder ich noch meine Werke würdig sind, daß durch mich die Erlösung und Rettung Israels komme, so mag uns das Verdienst der Gesammtheit Israels beistehen in der Zeit unserer Leiden, daß Er uns erfreue, gemäß den Tagen, die er uns gedemütigt.74 Amen. Dies sind die Worte seines Schwagers, der ihn liebt in Ewigkeit und stets sein Wohl erstrebt. Der kleine Moses, Sohn meines Herrn Vaters R. Leb Kann Ringa, d'as Andenken des Gerechten zum Segen. Möglich wird mein Bruder, e. 1., nach Ds (Darmstadt) um nunmehr Schreiben an Herrn Prinz Karl, s. E. w. e., zu bewirken, wenn es praktikabel. 505. 2. Schewat. Mein Schwager, der gelehrte R. Mose Kann, s. L. 1., in Mainz, darin mir meldet, daß vom Kurfürsten, s. E. w. e., von Mainz wegen der Vertreibung in Prag und dem Lande Böhmen ein Fürsprachebrief an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., erhalten hätte, so Montag am Neumond Schewat nachts um llh durch Expreßstafette nach Wien abgeschickt hat. 17 (Nymwegen, 1745, Jänner 2.) Abschrift des Briefes des vornehmen Jünglings R. Elia, Sohn des angesehenen R. Bendit Klef in Neumegen von Dienstag, dem 2. Schewat 505, so an meinen Mechutan, den angesehenen R. Secharja Klef nach Fürth geschrieben hat. Mit der letzten Post haben Euch largo gemeldet, mit was Konsternation und Bestürzung wir, u. u. v. S. w., von Prag Stafette erhalten mit der betrübten Nachricht von dem wirklichen Dekret, so die Königin, i. E. w. e., am vergangenen 18. Dezember hat ausgehen lassen, Gott behüte alle Juden zu vertreiben aus der heiligen Gemeinde Prag und dem Lande Böhmen, wie mein Vater, mein Herr und Lehrer, sofort an unseren Envoy, den Herrn Baron von Burmanie7* nach Wien geschrieben und hier bei den Fürstlichkeiten das Nötige zu obtenieren gesucht und unmöglich gewesen, vor dem heiligen Sabbat im Haag zu sein, hat inzwischen nach Haag und Amsterdam das Nötige geschrieben und versorgt. In specie mein Schwager R. Gumprecht, e. 1., als Vor- 39 391