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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 401

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 401)
Language
German
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herziger, weit glorioser wird es der Königin anstehen, ein oder mehr Schuldigen zu strafen, den Unschuldigen aber dessen nicht mißgelten zu lassen, wo sie durch ihr groß Handel wieder in Stand kommen und was sie noch nicht durch die vielen Fatalitäten gebüßt, künftighin mit desto mehr zusammen verknüpften Treue alleruntertänigst abdienen werden. Indem auf lauter solche Art, die das Herz erweicht, und heimlich die üble Nachklang und Suite zu erkennen geben, welches alle der Herr Hofrat mit mehrerem exprimiren wird. Kräftiger zu schreiben hat man derowegen undiensamer zu sein eracht, weil die hiesigen Konzepten vorhin bei der Königin, i. E. w. e., nicht angenehm und empfindlich gewesen, mithin man leicht aus Übel Arg machen könnte, daß ein Empfindlichkeit daraus entsteht, so hat man sich billig zu submittiren Ursach gehabt. Ich habe nun nicht eines mit dem andern vermischen wollen und daher um ein Schreiben an den Herrn Fürsten von Würzburg73 nicht anhalten mögen. Umsomehr als die Gemeinde Bamberg und Augsburg und die Abgesandten von Fürth, unter ihnen auch mein Mechutan, der Vorsteher R. K., d. G. 1., in Bamberg befindlich sind. Letztere sind auf unseren Antrieb dahin. Wiewohl Zweifel trage, daß, was verrichten und etwa besser getan gewesen, wenn von hier aus das Schreiben zuvor zu bewirken gewesen wäre. Allein all unser Bestand ist lauter Wunder und Wunderzeichen, so müssen es ebenfalls Gottes Barmherzigkeit überlassen und kann nicht alle Dinge bei solch kurzer Zeit und Sorge, ob man nicht reüssieren möchte, mit der sonst gebräuchlichen Subtilität dirigieren, denn jede Minute ist als Jahr zu rechnen. Wie ich gestern nachts nachhause komme und Stafette fortgeschickt, bekam pr Stafette sein Wertes von Donnerstag, den 26. und von Freitag d. 27. verflossenen Monats nebst Beischluß. Nun den Brief vom Herrn Bischof von Augsburg — ist nicht daran zu denken, solches zu übergeben. Und wenn ich nicht schon vom Briefe des Bruders des Herrn Kurfürsten, e. L, an den Hof gesagt, hielte es auch zurück und möglich (auch jetzt) noch, weil dasselbe und der Inhalt gewiß zur jetzigen Zeit nicht nötig oder dienlich, Gott behüte, daß solches vorher übergeben, so wäre gewiß ein Kleinmut erfolgt, denn der Herr Bischof von Augsburg als ein geborener Prinz steht weit mehr Kourage zu, sich in solche Dinge zu explizieren. Da nun das Schreiben von Herrn Kurfürsten erfolgt und sicherlich er, der Herr Bischof, auch alsBruder des Kurfürsten, s. E. w. e., den Leuten dort einen solchen Glauben zumessen, daß es wahr ist, so kann es nun auf jenen berufend geschehen. Allein nach all diesen Handlungen ist es mehr nicht als, daß mehr Männer herangezogen werden. Ansonsten hiesiges Schreiben allein sufficiret und besonders, wenn von Gesandten Sachsen und Hannover auch erfolget und von fernen 390 38

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