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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 399

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 399)
Language
German
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IRI
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Grieshaber an die heiligen Gemeinden Mantua, Rom, Venedig, Turin geschrieben worden um Fürbitte an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., zu verschaffen. 16 (Mainz, 1745. Jänner 5.) M. G. H., hier, Mainz, Dienstag, 2. Schewat 505. Frieden meinem lieben Schwager, dem berühmten, erhabenen, vielgepriesenen R. Wolf Wertheim, d. G. 1. Im Gefolge meines Briefes vom Rüsttage des heiligen Sabbat, kam ich am Sonntag gegen Abend hier an, sofort bei unserem gnädigen Herrn, dem Kurfürsten, s. E. w. e., gnädigste Audienz erhalten und warf mich der ganzen Länge nach zur Erde mit Weinen und Bitten über dieses Volk Gottes „und Moses betete",67 bis mich buchstäblich Zittern ergriff und das Erbarmen unseres gnädigen Herrn des Kurfürsten, s. E. w. e., rege wurde durch die Gnade Gottes, die nie aufhört, und haben mir gnädigste Versicherung gegeben, insoweit möglich, sich zu interponiren und ist noch in der Nacht vom Ministerio die vorläufige Abrede genommen worden, daß auch gestern der Herr Gesandte von Balim an den Hof berufen worden und von Herrn Kurfürsten selbst, s. E. w. e., diesfalls nachdrücklich Erinnerung geschehen. Ich bin auch zum erstenmale gestern gegen Abend zu diesem Herrn Gesandten gekommen und ihm alles nachdrücklich mit Tränen und Ernst vorgestellt. Diesen habe überaus klug gefunden und daß der gnädigen Herrin, der Königin, i. E. w. e., ihr Faktum, wie ein rechter Gesandter zu vertreten weiß. Er hat mich nun nicht übel vermagt und zu erkennen gegeben, daß mein Zutritt ihm jederzeit recht sei; zum Schluß seine Antwort gewesen, die Königin wird kein Unjustiz tun. Er hat auch über Auftrag des Herrn Kurfürsten an die Königin, i. E. w. e., diesfalls eigenhändig geschrieben und den Brief an den Hof geschickt, bevor ich zu ihm gekommen. Unser gnädiger Herr, der Kurfürst, s. E. w. e., haben ebenfalls ein nachdrücklich und sehr klug eingerichtetes Schreiben an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., ergehen lassen und eigenhändig gnädigst unterschrieben, anbei ein apart Rescript an den Hofrat Herrn Helm, der zur Zeit in Wien ist, ergehen lassen, zu besorgen, daß dieses eigenhändig Schreiben an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., zu allerhöchst eigenen Händen gelangt und ihm davon Kopie geschickt, und was sich im Hauptschreiben nicht wohl allegiren lassen, in diesem eingerückt mit dem Befehle, sich des Inhalts halber nicht nur bei dem Herrn Kanzler von Uhlefeld,68 sondern allerorten, wo es nötig, melden und mit alle Kräften dem Petitum in die Wege zu richten sich beeifern soll. Nebstdem ist in ein apart Schreiben vom Herrn Hofkanzler Exc. ihm Herrn Hofrat Helm unser Schwager der Rabbiner R. Berusch69 mit 388 36

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