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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 398

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 398)
Language
German
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IRI
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Treue und Gewissen, die den Gewinn hassen, die sollen die Sachen gründlich untersuchen und dann mögen, die gesündigt um ihrer Schuld willen, zugrundegehen, ganz Israel aber sei schuldlos und möge auf seinem Boden bleiben und lange Tage und Jahre sich ihres Schutzes erfreuen, dergleichen Fürbitte mögen sie sofort unverzüglich per Kurier an den Gesandten des Papstes am königlichen Hofe in Wien senden mit einer Reccomandation an den Gesandten, daß er sich auf jede mögliche Weise für die Söhne unsres Volkes einsetze, sowohl bei der Königin, i. E. w. e., selbst, als auch bei den Fürsten, die zu oberst in der Regierung sitzen, und daß er sein Ohr neige den Söhnen unseres Volkes und von ihnen insgeheim höre, wer an all dem schuld sei und was zu tun sei, den Fehler wieder gutzumachen. Wir vertrauen auf Euere Güte und tiefe Gottesfurcht und große Weisheit, daß Ihr nicht mit Euerem Gelde sparen werdet für die nötigen Ausgaben für die Abgesandten per Kurier nach Rom und von dort einen Kurier nach Wien. Es ist unnötig, von der Größe der Mizwa zu sprechen, die Ihr dadurch übet, daß Ihr tausende und zehntausende Seelen rettet, darunter mehrere tausend Gelehrte, ausgezeichnet in der Thora, Fromme und Große in Israel und daß Ihr die Synagogen und heiligen Stätten in ihrer Heiligkeit erhaltet, zu welchem Zwecke jeder Jude die Hälfte seines Vermögens herzugeben verpflichtet ist. Wir zweifeln auch nicht an der Opferwilligkeit Euerer reinen Herzen, daß Ihr nach diesen Interventionen und Lebensrettung sehen werdet, Spenden zu beschaffen zum Zwecke der Ernährung und Bekleidung und des Erwerbs der erwähnten ausgeraubten und ausgeplünderten Armen. Die Übriggebliebenen, die Gott berufen, die Gelehrten werden sehen, zu tun, was in ihren Kräften, zu erwecken die Schlafenden, die Heiligen, die in der Erde sind, daß sie Erbarmen erflehen für unsere Brüder, die Kinder Israel, daß dieses Verhängnis von ihnen abgewendet werde. Und nun bitten wir Euch, Hochgeehrte und Hochgelehrte, uns zu antworten, daß Ihr mit unserem Tun einverstanden seid, und daß Ihr alles tun werdet, was Euch obliegt, sofort, wie Ihr diesen Brief sehet. Vor Gott ist Euer Kampf und das Gott Gefällige wird in Euerer Hand gelingen. Und damit verbleiben wir auf unserem Posten und erhoffen und erwarten Euere Antwort. Das schreibt in der Versammlung der Angesehenen, der Vorsteher und Führer der Länder Schwabens der um Thora und Aboda bemühte der kleine Isakee Ethausen, der wohnt hier in der heiligen Gemeinde Pfersee und der Provinz, Gott erhalte sie. Abschrift des Briefes, so wegen der Vertreibung in Prag und dem Lande Böhmen am Neumond Schewat 505 von Augsburg von dem gelehrten Rabbiner R. Sekel und den Vorstehern von Pfersee und 35 387

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