Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 397)
- Language
- German
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ist der Fehler nicht wieder gutzumachen. Denn sofort nach ihrem Abzüge aus der Stadt stehen die Eazen83 'bereit, einzuziehen und an ihrer Stelle zu wohnen, dann wird das Wort der Regierung nicht mehr zu ändern sein. Darum müssen alle geeigneten Mittel angewendet werden, das dringendste ist, einen Aufschub von der Königin, i. E. w. e., zu erlangen und daß es zumindest einige Tage vor Ablauf der 4 Wochen in Wien geschehe, alles was wir tun können, muß sehr rasch getan werden. Darum haben wir beschlossen, den Weg, der uns am wichtigsten scheint und auch zeitlich der nächste ist, und m. G. H., g. s. E., am wahrscheinlichsten Erfolg hat, einzuschlagen, die Fristerstreckung durch den Papst, s. E. w. e., zu erwirken, denn in seiner Macht steht es, die Königin, i. E. w. e., zu seiner Ansicht zu bekehren, darum kommen wir Euch Hochgeehrte und Hochgelehrte — wir bitten, es uns nicht übelzunehmen — zu ersuchen, da die Pflicht auf Euch liegt, Euch in die Bresche zu stellen, da ja auch Ihr unter der Herrschaft der Königin, i. E. w. e., und befürchten müsset, es könnte auch über Euch der Becher des Leids kommen, Gott behüte. Gott, g. s. E., behüte sie, daß sie das Glück haben, in Ruhe und Sicherheit zu wohnen bis zur Ankunft des Erlösers. Ihr möget nun um Gottes Barmherzigkeit und seiner großen Gnade willen sehen, Euch zu stärken mit Eurer ganzen Kraft und mit Euerem großen Einfluß erwirken, daß zwei geeignete Männer per Kurier nach Rom geschickt werden, und daß sie angesehene Männer in Rom dazunehmen, die Fürsprecher sind an den Höfen der Kardinäle und ihnen gemeinsam wird die Sache gelingen, daß sie von dem Papste, s. E. w. e., einen Befehl oder eine wichtige Empfehlung an die Königin, i. E. w. e., erwirken, in Art einer Zurechtweisung, daß sie vom religiösen Standpunkte vorsichtig sein solle, nicht ein schlechtes, verkehrtes Urteil zu fällen, viele Tausende und Zehntausende Unschuldiger aus Israel zu töten, denn durch die Vertreibung müßten sie alle sterben an ihrem Orte, denn von ihrem Orte können sie sich nicht entfernen, denn alle Wege sind gefährdet durch die herumziehenden Truppen und sie haben nicht einmal Reisespesen für eine Reise, soweit der Sabbathbereich reicht,6" und wer weiß, wie die Luft dadurch verändert werden und für alle Böses bringen kann und mit welchem Rechte will sie sie vertreiben, bevor sie ihre Grundstücke, Häuser und Läden verkauft haben, als ob sie alle dem Könige ihr Leben verwirkt haben, denn nach dem Rechte gehört der Besitz der vom Könige Getöteten dem König, und mit welchem Recht will sie solches tun, bevor sie eine wahrhafte Untersuchung angestellt, fern sei es von ihr den Gerechten mit dem Frevler zu töten, die Unschuldigen zu strafen, wegen derer, die gegen ihren Willen gehandelt. Vielmehr soll sie einige Männer als Kommission erwählen, Männer von 386 84