Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 391)
- Language
- German
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13 (Fürth 1745, Jänner 1.) Mit Gottes Hilfe, Freitag, Rüsttag des Sabbat, 27. Tewes 505, Fürth. Friede meinem geliebten Herrn Vater und Lehrer, der Krone meines Hauptes, dem gelehrten angesehenen und berühmten gottesfürchtigen Manne R. Wolf d. G. 1. Die Gottesfurcht geht vor. Mein Schreiben von gestern hoffe ich richtig in seine Hand gelangt. Zufolgedessen die verlangten Abschriften Wobei folgen. Wegen der Kinder unseres Volkes in Prag und der Provinz ist inzwischen von Seiten der Gemeinde hier nichts vorgenommen worden, viel weniger, daß sie von R. K. Frenkel solches begehrt haben, sich nach Bamberg zu begeben und solches Unternehmen für sich allein zu tun, mag er nicht, so ihm auch nicht Unrecht geben kann. Daß hiesige Streitigkeiten zwischen Gemeinde(vorstand) und Kassierern und den Einzelnen muß das arme Volk in Prag und der Provinz auch nebich zuschicken, und wird ihr Unglück noch die Konjunkturen nicht im geringsten diesfalls in Konsideration gezogen und ist nur zu wünschen, daß der Unschuldige nicht dabei leiden möchte. Hiebei folgt die Erlanger Zeitung, diejenige aber in Haag wird schwerlich folgen, wreilen mein Verwandter, der angesehene R. Bendit60 mit heute ankommender Post meldet, daß solches in Haag nicht wohl zu effektuieren sei, und zwar aus der Raison, weil man in Holland auf den König von Preußen, s. E. w. e., passioniert ist. Weiter finde ich nichts zu avisieren, nur daß heute ungefähr 200 Hessen hier durchpassiert, so vom Lande Bayern kommen und recte nach Hause gehen. Dies die Worte seines Sohnes, der bereit ist ihm zu dienen und für ihn «erfleht lange Tage und Jahre. Amen. Der kleine Isak, Sohn meines Herrn Vaters, des angesehenen und berühmten R. Wolf Wertheim, d. G. 1. Seine Schwiegertochten, meine Frau, s. 1., und seine Enkel, meine Kinder, s. 1., grüßen separat, ebenso folgt Gruß an meinen Verwandten, den gelehrten R. Hirsch Wirms, e. 1., und an seine Söhne, meine Brüder in der Thora, s. 1. 27. Schewat 505 von meinem Sohn R. E. aus Fürth, am 8. Schewat antwortete ich ihm. 14 (Fürth, 1745, Jänner 3.) M. G. H. Am Ausgange des Sabbat, am darauffolgenden Tage dem Rüsttage des Neumondes Schewat 505 in Fürth. Friede meinem geliebten Herrn Vater und Lehrer, der Krone meines 380 28