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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 387

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 387)
Language
German
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IRI
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dem gelehrten Rabbiner R. M. K.,46 s. L. 1., geschrieben und ist zu merken, was ich darin wegen des Herrn Papstes geschrieben, ist anders nicht zu verstehen, als das, wann man in Rom einige Passus machen wollte, solches mit Approbation und Gutheißung der dasigen Juden geschehen müßte, damit, Gott behüte, ihnen kein Anstoß und Verderben daraus entstehen könnte, als welche den Hof besser kennen als wir und wissen werden, ob sich schicken will, dergleichen Gnade zu begehren. Nun wäre meine unmaßgebliche Ansicht, die Gemeindevorsteher von dort, s. 1., sollten meinen Mechutan den angesehenen gelehrten R. Kopel,47 e. 1. (welcher bei dem Bischof von Würzburg Bamberg, s. E. w. e., einflußreich ist) mit noch 2 auserwählten Männern expreß abschicken lassen und um nachdrücklichen Fürsprachebrief von ihm an die Königin, i. E. w. e., zu bewerben, daß Äieses eine große Gewissenssache sei, wann auch einige Juden etwas verwirkt und sich vergangen hätten, daß man dessentwegen die Gesammtheit sollte leiden lassen. „Wenn ein Mann sündigt, willst Du über die ganze Gemeinde zürnen", sondern man sollte eine Kommission anstellen, wer geschuldigt hat, soll büßen, indessen aber die Emigration zu suspendieren, zumalen so wider allen Recht und Gewissen lauft, so hart zu verfahren, „zweimal verhängt man nicht die Todesstrafe",48 in diesem casu sind wirklich 20 Personen um das Leben gekommen, 462 Personen sind blessiert, wo bereits auch viele davon gestorben, und viele davon u. u. v. S. w. noch draufgehen werden, überdies hat man die ganze Gemeinde geplündert und zu Bettlern gemacht, „der Arme ist dem Toten gleich".49 Jetzt will man die Vertreibung draufgeben und bei dieser Kälte, wo werden diese, Gott behüte sie, geschwind an anderem Orte Quartier bekommen, denn die Zeit ist kurz. Ende Jänner ist, u. u. v. S. w., vor der Tür, und wer wird sie einnehmen, sie werden, Gott behüte, müssen liegen wie der Dünger auf dem Felde und übereinander krepieren. Davon könnte, Gott behüte, kommen, daß im Lande und auch in den angrenzenden Reichsländer üble Krankheiten entstehen könnten, mithin diese Rettung nicht nur den Juden allein, sondern auch den Christen zum Nutzen gedeiht, in specie, daß die Juden in Prag und in der Provinz mehrere Millionen an Christen sowohl in Sachsen als im Römischen Reich schuldig sind, wo hernach ihnen alles verloren ist und das allgemeine Geschrei der Nichtjuden in der ganzen Welt gegen die Königin, i. E. w. e., und ihr Ministerium sein wird, daß man erstens durch die gestattete Plünderung und hierauf durch die Vertreibung sie um ihre Forderung gebracht hat. Dem erwähnten Herrn muß man die Wurzel und Wahrheit 376 24

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