Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 381)
- Language
- German
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und unglaublich, so daß viele Kranken ob dieser bösen Nachricht noch schwerer erkrankten, viele in Krankheit verfielen. Gott erbarme sich des armen Volkes, das den Becher des Taumel gar sehr leeren muß und sage es sei genug unserer Leiden! Und nun Euch, Ihr Brüder, Kinder der Verbannung, die Gott verschont in Deutschland, Euch steht das Recht zu der Erlösung und der Hilfe, uns zu helfen in der Zeit der Not, und Rekomiandation von angesehenen Fürsten an den Hof der Königin, i. E. w. e., sehen zu verschaffen, von den Fürsten in Holland, in deren Land viel schuldig sind und vom Kurfürst von Mainz, s. E. w. e., und Fürst von Würzburg für uns interzedieren, die Zeit der Verbannung hinauszuschieben um einige Monate. Inzwischen soll eine scharfe Kommission angestellt werden, zu untersuchen, ob Juden etwas wegen aller uns beschuldigte Indizien können überwiesen werden, Euer Lohn wird dann groß sein. Kommet eilends zu Hilfe bei den Unglücke „zur Hilfe Gottes, bei den Helden"24 mit Stafetten und Kurieren zu helfen den Armen Israels, an 12000 Seelen, Gott schütze sie, daß sie nicht sterben durch Pest und Seuche, Hunger und Kälte und andere Begegnisse. Weilen durch die vielen Leiden nicht imstande viel zu schreiben, darum ersuche in meinem Namen an den angesehenen berühmten R. Kopel Pöhm(?) s. L und den angesehenen R. Secharja Klef,25 d. G. 1., zu melden und diesen Brief in Abschrift zu schicken, denn ich weiß, daß sie die Macht haben zu helfen und sich zu rüsten zur Hilfe Gottes, bei den Helden. Dies sind die Worte Ihres Mechutan, der beschäftigt ist und bedrückt und besorgt durch das Leid Israels, denn groß wie das Meer ist unser Bruch, wer wird uns heilen? Samuel der Kleine aus dem Hause Levi. Abschrift des Briefes des angesehenen gelehrten R. Samuel Levi aus Prag vom 18. Tewes 505 an den angesehenen R.' Eisik in Schwabach, geschrieben wegen der von der Königin in Prag und dem Lande Böhmen angekündigten Vertreibung. 7 (Wien, 1744, Dezemb. 23.) Relation von dem Begegnis dem nicht reinen,26 das gesehen u. u. v. S. w. der heüigen Gemeinde Prag und das sich über die Gesammtheit im Lande Böhmen erstreckt. Über das Frühere sind wir noch in Schmerzen die beschehene Plünderung in der heiligen Gemeinde Prag zeigt sich jetzt nach den Aussagen des R. Sanwel Koref,27 Schreiber dieser Gemeinde, daß 103 Personen blessiert und 20 Personen, Gott räche ihr Blut, geblieben sind. Dieser R. S. K. hat nun bei den Vorstehern der Gemeinde, G. sr.h. s., in der Versammlung und bei den Einzelnen das Elend der heiligen Gemeinde Prag remonstriert. Bisher aber haben wir keine Ruhe für unsere Seelen gefunden, unseren Brüdern, den Kindern Israel, etwas zu assistieren. Alle Tore sind verschlossen. Obzwar vor einigen Tagen vom hochlöblichen Hof- 370 18