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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 379

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 379)
Language
German
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IRI
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ebenso gemacht. R. Secharja Jos hot man vun Fenster weggeschossen, R. Samuel Levi hot man gequält die ganze Nacht auf dem Feuer, man will sogar sogar sagen, R. Samuel Levi hat einen großen Schatz weisen müssen, R. Simon Frenkel hot sich in ein Nichtjuden sein Haus retirirt und ist noch nicht in die Judengasse gekommen, alle Schulen u. u. v. S. w., ausgeleert, viel Thorarollen zerschnitten und zerrissen und auf die Straße geworfen. Alles, was in den Schulen gewesen, zerhackt und den Tandelmarkt völlig ausgeplündert. Die Häuser in unserer Gemeinde zu verrichten, nur Türen, Ofen, Fenster erfordert sicher über 100.000 fl., außer den Mobilien, Bargeld, Vorräten und Waren am Markt, was alles weggekommen, betrifft sicher 3 oder 4 Millionen; es sind über 3—400 Husaren und Krobaten nicht gewesen, dagegen mehrere Tausend von Inwohner hier und ihre Bedienten, die insgesammt u. u. v. S. w. geplündert haben, wir gehen u. u. v. S. w. schon 11 Tage in einem Hemd und liegen auf Streu, weil sie nicht einmal ein Stück Federbett gelassen haben, so kann man sich erst ausmalen, wie es den Armen geht. Es ist buchstäblich kein Haus zu bewohnen, weil Fenster, Thür und Tor alles zuhackt und vernichtet worden ist, weh« den Augen, die dieses sehen, wie ein dritter Churban ist dieses und bei alledem wurden wir gezwungen eine große Abgabe einzuheben, um eine große Wache aufzustellen, uns und unser Leben zu retten, denn wir sind dem Dünger gleich auf dem Felde und dies ist auch keine gute Wache, wir sind noch immer in Not und großer Gefahr bis reguläre Soldaten herkommen werden, was, s. G. w., morgen geschehen soll. 4a (Prag, 1744, Dezemb. 2.) Extract aus einem Briefe von dem angesehenen R. Feiwel Jeruschalmi,16 so am 27. Kislew 505 aus Prag an den angesehenen gelehrten R. L. Ulmo nach Pfersee geschrieben hat, darin wird gemeldet, auf welche Weise u. u. v. S. w. die Plünderung und Morde in der Judengasse am 21. Kislew 505, d. i. d. 26. November 1744, wie die Preußen ausgezogen sind, angefangen hat. Ich erhielt ihn in Augsburg am Sonntag, d. Neumond Tewes bei Nacht, am 2. Tewes habe hievon Abschrift an meinen Bruderssohn den gelehrten Rabbiner R. Hirsch nach Hildesheim16 geschickt und meinem Sohn Josel nach München,17 Montag den 9. Tewes an den gelehrten Rabbiner R. Feiwesch nach London18 dann an meinen Schwager, den angesehenen gelehrten R. Elia nach Hamburg19 und meinem Schwager den gelehrten Rabbiner R. Mose Kan20 und meinem Schwiegersohne dem gelehrten Rabbiner R. Meir K. Z.21 und an den angesehenen R. Baruch nach Breslau Abschrift hievon geschickt. 368 16

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