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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 369

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 369)
Language
German
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IRI
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nicht herankönne, da sie sieh der bevorstehenden Entbindung wegen zurückgezogen, die Prager Abgesandten haben noch nicht den geringsten Erfolg, ja es wird davon gesprochen, daß selbst aus Wien die Juden vertrieben werden oder zumindest vor die Stadt ziehen sollen (11). Fürther Juden begeben sich zum Bischof nach Bamberg (12). Am 4. Jänner 1745 erlassen Rabbiner und Vorsteher Schwabens ein Schreiben an die Gemeinden Mantua, Rom, Venedig und Turin, um Fürsprache des Papstes zu erzielen (15). Am selben Tage hat Rabbiner Moses Kann die Absendung eines Fürsprachebriefes seitens des Kurfürsten von Mainz per Expreßstafette nach Wien erlangt (16). Am 5. Jänner 1745 geht vom Haag ein Brief an den holländischen Gesandten in Wien per Kurier ab (19). Das Promemoriale der holländischen Generalstaaten ist nach Wien abgegangen (20). Wertheimer bemüht sich, R. Eisik Landau, der mit dem Grafen Ohotek, dem Schwager d-es böhmischen Kanzlers, Grafen Kinsky, bekannt ist, zu einer Reise nach Wien zu bewegen (21). Elias Halberstadt in Dresden berichtet über die großen Schwierig keiten, den vor dem Pogrom aus Teplitz geflüchteten Juden den Eintritt nach Dresden zu erwirken. Wenn er die Kosten feisten könnte, würde er zum Könige von Polen wegen einer Intervention fahren (23). Desgleichen wird R. Michel Apt in Dresden versuchen, beim Könige von Polen sofort, wie er nach Dresden rückkehrt, zu intervenieren (24). Die Audienz beim Bischof von Bamberg ist günstig verlaufen (25). Am 12. Jänner 1745 wird aus Neumegen (Nymwegen) gemeldet, daß der König von England einen Fürsprachbrief durch einen Kurier an den englischen Gesandten nach Wien geschickt (25). In Amsterdam ist eine Kollekte für die Armen Prags veranstaltet worden (28). Am 14. Jänner 1745 wird aus Wien gemeldet, daß auch die Juden aus Mähren ausgewiesen werden (29). Die Gemeinde Mantua meldet, daß sie eine Kollekte veranstaltet hat (31). Am 17. Jänner 1745 ist ein Fürspracheschreiben des Königs von Dänemark in Hamburg eingelaufen; auch ist ein solches von der Kaiserinwitwe und vom Herzog von Blankenburg erwirkt worden (32). Es ist notwendig, darauf zu achten, etwaige Auskünfte des böhmischen Kanzlers, Herrn Kinsky, der ein bekannter Judenfeind ist, über die Ursachen der Vertreibung an den holländischen Gesandten zu parieren und sich jetzt auch bei Interventionen besonders des Landes Mähren anzunehmen (33). 358 6

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