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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 365

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 365)
Language
German
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IRI
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ungebräuchlichen Fremdworten, meist französischer Herkunft; fünf Briefe sind hebräisch, drei deutsch (die Wiedergabe zweier amtlicher Bekanntmachungen und des Briefes des Papstes an die Königin) und einer spagniolisch. In der Anmerkung wird bei dem nicht im „Jüdischdeutsch44 geschriebenen Briefen ihre Sprache angegeben. Die Übertragung der Briefe geschah unter dem Gesichtspunkte, daß sie eben nur eine Übersetzung, keineswegs eine Transskription darstellen soll, und dem Leser vornehmlich den Inhalt, dann aber auch die Diktion und gewissermaßen den Rhythmus des Originals vermitteln soll. Ich war mir bewußt, daß diese Übertragung ohne gleichzeitige Veröffentlichung der Originaltexte niemals eine Grundlage für eine sprachwissenschaftliche Untersuchung bilden kann, wie etwa die nach jeder Richtung hin beispielgebende Edition „Jüdische Privatbriefe aus dem Jahre 1619" von Dr. Alfred Landau und Dr. Bernhard Wachstein. Diese Erkenntnis hat mich auch bei der Übertragung gewisser mehrdeutiger Worte geleitet, besonders von Titeln wie „hakozin44, das immer den Angesehenen, oft den Vorsteher, „healuf44, das „Fürst44, zumeist aber nur bei Gelehrten bedeutet; (es klingt wohl der Stamm alif — lernen mit) „Sar44, „Serare", die Fürst, Fürstlichkeit, Adel, Vornehme, hohe Beamte bezeichnen können. Ich habe mich in solchen Fällen bemüht, sinngemäß zu übersetzen, wie ich denn überhaupt in einzelnen Fällen, die in der deutschen Sprache untragbaren Titel in Adresse und Anrede sinngemäß wiedergegeben habe. Auch die Eulogien habe ich durch Abkürzungen wiedergegeben, ohne in jedem Falle minutiös vorzugehen. Ich gebe z. B. n. r. w. wieder durch (s. L. 1.) „sein Licht leuchte44, obwohl es auch wiedergegeben werden könnte durch „Gott hüte und erlöse ihn44, j. z. (w.) durch (d. G. 1.) „der Gerechte lebe44, obwohl es auch heißen müßte „sein Hort und Erlöser behüte ihn44. An derartigen häufig abgekürzten Eulogien verzeichne ich hier e. 1. er lebe; s. 1. sie lebe; G. s. g. Gott sei gelobt; m. G. H. mit Gottes Hilfe; s. G. w. so Gott will; G. e. s. Gott erhalte sie; F. m. i. Friede mit ihm (ihr); d. A. d. G. z. S. das Andenken des Gerechten zum Segen; s. E. w. e. seine (ihre) Ehre werde erhöht. Die Wendungen m. k. (maalas kewodo, Seine Wohlgeboren) und m. k. t. (maalas kewod toroßo, die Würde seiner Gelehrsamkeit) bringe ich im Original; u. u. v. S. w. um unserer vielen Sünden willen, ist eine stehende Redensart. Die in den Briefen verwendete Anrede in der dritten Person habe ich als charakteristisches Merkmal beibehalten. Den Registraturvermerk Wertheimers gebe ich jedesmal am Ende des Stückes an. Über die Herkunft der Briefe besteht nicht einmal eine Vermutung; 354 2

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