Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 336

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 336)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2644300-2644307--1795-2646139
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

gab es 14 (in einer bestand auch eine Kaffeesiederei und in einer auch eine Gewürzhandlung). Mit der Zubereitung von Speisen befaßten sich 6 Garköche und 5 Garköchinnen. Außerdem werden 5 Köche genannt (1 im besondern als „Hochzeitkoch") und 6 Köchinnen (darunter wieder 1 „Hochzeitköchin"). Vom Obst- und Früchtehandel lebten 5 Männer und 2 Frauen (Obsthacklerin, Obsthandlerin). Handlungen mit Zitronen gab es 4, mit Adamsäpfeln 1 und mit „wällisch Früchten", also mit Südfrüchten, ebenfalls 1. Mit „Grünwerck, Zugemüß" gab es 3 Handlungen. Bedeutend war die Zahl der „Gewürtz"-Handlungen, im ganzen 32 (1 verbunden mit Bierschank und 1 mit Leinwandhandlung). Überdies gab es ein eigenes Safran geschäft und in zweien war Anis zu haben (in einem derselben auch Samen). „S p e c e r e y" - Geschäfte gab es 14 (eines verbunden mit Kramerei). Wenig Abwechslung herrschte in der Metall warenhandlung. Am zahlreichsten waren die Schmeidler vertreten (37 Männer und 2 Frauen). Auch die Eisen handlung war nicht unbedeutend und ernährte 23 Männer (1 trieb daneben Handel mit Spezerei, 1 auch mit Kleidern, 1 auch mit Messing, ja 1 mit alten Wagen oder Wägen); in dieser Branche betätigte sich auch eine „Eyssenhandlerin". Zinn händler gab es 5 (2 verkauften daneben Kupfer und 1 auch Eisen); mit Messing handelte 1, mit „B1 e y und Schrott" 1 und mit Nägeln ebenfalls 1. Unter den Händlern mit Edelmetallen, bzw. Erzeugnissen daraus, standen an erster Stelle die Goldschmiede, deren es 20 gab (einer wird als „Goldarbeither" angeführt; einer hatte auch eine Gänsehandlung; sogar eine „Goldschmidin" war unter ihnen); daneben wird ein Goldscheider erwähnt. „Silberhandler" mit Silber oder „Silbergeschier" waren 12 (1 verkaufte auch Gold und 1 auch Juwelen); mit Brandsilber handelte 1 Person. An die Edelmetallhändler kann man die Händler mit „Jubellen", die „J u b e 1 i e r e", anreihen, 16 an der Zahl (1 handelte auch mit Gold- und Silbergespinst, 2 auch mit Seide, 1 auch mit Zeug und 1 war dabei auch Geldwechsler); schließlich 1 Händler mit „böhmischen Steinen", also mit den bekannten böhmischen Halbedelsteinen, den Granaten. Neben diesen Hauptgruppen des jüdischen Handels gab es in Prag noch eine nicht eben große Zahl anderer Händler, bzw. zugleich auch Erzeuger. Keineswegs untergeordnet war der Feder handel, der 15 Personen Nahrung brachte (1 verkaufte auch Gänse, 1 auch Leinwand und 1 auch Leder; 2 sind als Federsammler bezeichnet, sie nähren sich mit „Federklauben"); zu dieser Beschäftigung stehen in enger Beziehung die 5 „Gänsflückerinnen". Vereinzelt tauchen in diesem bunten Gemisch folgende Hantierungen auf: Handel mit Hanf und Flachs (1), mit 29 325

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.