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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 256

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 256)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644307--1715-2646059
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hart zu Last fallen, nun hat der Hercr Oberambtmann unsere bestelte Wohnung hinter denen Juden (= Judengasse) bey der Stadt Mauer gelbsten Besichtigt und mieh gänzlich Versichert, wie daß er einen anderen Bessern Bericht gemacht habe, welchen Sr Hoch Reichsgräfl. {Gnaden mit dem wegen einschränkung (= Umfriedung) des jüdischen Friedhof unser gehorsamst eingereichtes Memorial mit nacher Prag genehmen, um Eüer Wohl Edel Geboren willensmeinung Hiertiber zu vernehmen. Ich schmeichle mir Hoch Selbte werden die Mitlung treffen, Bey der gnädigen Obrigkeit sein fruchtbares Decret zu bewexken, und weilen der gersten der Haibscheydt abgeliefert1, ich mit künftig Monath Jannuary 1769 nacher Prag zu kommen willens bin, da gedenke ihnen die Zufriedenheit zu machen, Bitte mein Schreiben nicht ungnädig zu nehmen, ich rede und schreibe wie ein erliehen Juden gebührt, zu dero allmahligen Befehl mich unterwerfe und Verbl. Euer Wohl Edel (Geboren untertänigst Gehorsamster Neuhauss den 18 Xbris 1768. Isaac Bebele. Beilage X. Zu Seite 230. Bittgesuch der Neuhauser Judenschaft an den Grafen Gzernin um die Aufführung einer Mauer um den uralten jüdischen Friedhof. Ihre Hoch Reichs Gräfl. Excellenz Hoch und Wohlgebohrener Reichs Graf gnädigst hochgebittender Herr Herr. Es wird sich in dem allhießigen Neuhaußer Hoch Obrigkeit!. Archiv ganz denkwürdig Vormerkter befinden, daß der allhießigen Judenschaft Begräbnuß Höffei von undenklichen Zeithen... umgeringt und verzaunt gewesen, zweifelsohne aus keiner anderen Ursache und Consideration als damit die daselbst eingeerdnete Körper der erforderlichen Ruhe genüßen und Von unterschiedlich imfordter (sie?) Impetirung beschützet werden möchte: da sinder aber als dieser Zaun durch einig liederlichen und alda zu großen De&pect der begrabenen das S. R. Vieh weidenden auch andere dissoluten Juden Gesindel nach und nach Zerrissen die Materialie Venschlepft und verbrennet, auch einige Grabsteine umgeworfen, zerschmettert und zerschlagen worden wird dieser Ort um noch viel mehreres verschimpfet und die Todten Körper beunruhiget, daß es dermahlen aus gerechetesten Schmerzen nicht mehr zu erleiden und ungeahndter zu lassen ist. Wann dann gnädigster Graf und Herr Herr derley Begräbnuß Stelle aller Orthen Hoch Obrigkeitlich gnädigst geschützet und gehandhabt werden: Gelanget demnach an Euer Hochreichs Gräfl. Excellenz Unser Gnädigste Hohe Schutz Obrigkeit Unser unterthänigst Submissestes Flehen und Bitten, Selbte geruhen aus angebohrener Milde Unser abgemüssigtes Supplieiren gnädigst erhören und damit gedacht, in dem Begräbnuß Höffei inhumirte Ihrer Ruhe unverächt- und unverkleinerlich genießen mögen, daß Selbte in so weit es thuenlich, und zuläßig aus Hoch Obrigkeitlichen Mitteln mit einer erforderlichen Mauer umringen und von all muthwilligen Anstatung Hoch Obrigkeitl. gnädigst beschirmen und bewähren lassen. Vor welche hohe Gnade geloben und versprechen wir vor uns auch in Nahmen und anstatt Unser Nachkommenden daß wir die Hoch Obrigkeitl. Rendten Jährlich und immerhin unaussetzlich nach Proportion das an gedachte Ringmauer gnädigst Verordnet — Vorgeschossen, und verwendeten Quanti Zünß bahr zu steüren, ansonsten aber in Getröstung gnädigtster Bittgewehr leben und ersterben werden Euer Hochreichsgräfl. Excellenz Treü unterthänigst (Schutz Untergebene Michael Winternitz, Schutzjud zu Neuhauss, Jakob Winternitz, Schutzjud zu Neuhauss. 1 Es ist hier von der Gerste die Rede, mit welcher laut Bericht des gräfl. Wirtsehaftsamtes (vgl. oben S. 235) Isak Bobele dem Grafen „zum Braubedarf' aushalf. 246 64

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