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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 190

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 190)
Language
German
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IRI
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30 Ob er, wie Kußera, S. 222, angibt, in Skalitz gelebt hat, scheint nicht ganz sicher. Nach seinem Tode wurde (s. Fasz. J. 49, pag. 69) am 8. Juli 1632 seine Verlassenschaft zu Preßburg im Haus des Herrn Georg Kampers aufgenommen. Maximilian ist aber in Ung.-Brod gestorben, woselbst er (pag. 89) am 5. Juli noch sein Testament hat aufsetzen lassen. Er dürfte also am 5. oder 6. Juli 1632 gestorben sein. K. Ferdinand n. genehmigte am 16. Mai 1633 (pag. 19) gemäß den Vorschlägen des Kardinals Dietrichsteih, daß bis zur Vogtbarkeit Leo Wilhelms das Gut U.-Brod von einem Amtmann im Namen der beiden Erben und Brüder, Friedrichs für seinen noch unmündigen Sohn Rudolf, und Leo Wilhelms verwaltet würden. Nach Leo Wilhelms Mündigkeit sollte nach Maximilians Willen eine gleiche Teilung durchgeführt werden. 81 Vgl. auch Kuöera, S. 240 ff., nach Stadtchroniken. M Fasz. 0. 43, darin auch die Quitanz Leo Wilhelms von 1633, Sept. 20, über die vom Kardinal gelegte Vormundschaftsrechnung. 33 Fasz. XXVni. i. Die Urkunde widerlegt die Angabe bei Kucera S. 245, daß Leo Wilhelm erst 1639 die selbständige Leitung seiner Güter angetreten habe. 84 Nach dem Urbar von 1671 zahlten die jüdischen Fleischhacker einen jährlichen Zins von 40 fl. (halb zu St. Georg, halb zu St. Wenzel), die jüdischen Schneider nur zu St. Georg 14 fl., die jüdischen Gärber nur zu St. Wenzel 3 fl., 30 kr. — Jüdische Schneiderzunftartikel ohne genaue Jahreszahl, aber noch aus dem 17. Jahrhundert aus U.-Brod, s. Beilage Hl. 88 Den Gulden zu 60 Kreuzer gerechnet. 39 Das Verzeichnis stammt vom 29. Sept. 1652 und trägt die Aufschrift: „Verdeutschte Consignation, was die Schelmen-Juden von U.-Brod zu Zeiten H. Barthodiegsky in die Renten geben (haben)". 37 Vgl. B. Dudik, Schweden in Böhmen und Mähren 1640—1650 (1879). 38 Nach den „Breve Chronicon Hunno-Brodense", abgedruckt bei G. Dobner, Monumenta historica Boemiae II. (1768) 283 ff. Im lateinischen Text steht: Durstenhohe-Anderhohe. — Kuöera, S. 247, nennt nur 40 Wagen, im Chronicon steht: quadringentos, auch in einer Abschrift im Fasz. Franz Mus. Nr. 31. 39 Auszug (aus einer nicht vorhandenen, angeblich im mährischen Franzensmuseum hinterlegten Zlobitzky'schen Handschrift Nr. 23) in der Hs. Nr. 31 Landesarchiv, Franzensmuseum. 40 Diese sechs mährischen Judenältesten waren nach einem beiliegenden Zettel im J. 1648: Löbl von Trebitsch, Jakob von Boskowitz, Michael von Strasnitz, Baruch Gidls oder Truchsch Jakob von Nikolsburg, Aron von U.-Brod, und Schmul von Rau&nitz. — Auf der Rückseite sind die vom J. 165& genannt: Markus von Nikolsburg, Korytschaner von Austerlitz, Löbl von Frößnitz, Michael von Strasnitz (wie oben), Markus von Ostra und — ohne Anführung des Namens — einer von Trebitsch. 41 Hier scheint ein Mißverständnis vorzuliegen, denn die 6000 fl. waren eben, wie später ersichtlich, die von Rudolf abgekaufte Schuld; die Interessen „241 fl." wohl nur ein Schreibfehler für die früher genannten „741 fl.u. 42 Eine von den mehreren Beschwerdeschriften der Judenältesten von Mähren im Namen der U.-Broder Juden, die die Streitpunkte am klarsten darlegt, in Beil. IV. 43 Er starb 1643, April 28, vgl. J. v. Falke, Gesch. des fürstl. Hauses Lichtenstein II (1877), 12 (Stammtafel), 264. 44 Vgl. Fasz. D. 15. b, pag. 1—5. Rottal wußte von diesem Schreiben Leo Wilhelms, denn am 24. Dezember 1642 bedankte er sich bei ihm in einem tschechischen Briefe ungemein freundschaftlich. — Am 23. Dezember 1652 dankte Leo Wilhelm dem Kaiser für das ihm übertragene Oberst-Landrichter-Amt. (Ebenda *p. 7.) 48 Aus dieser Zeit stammt auch ein vom Grafen Leo Wilhelm eingeführtes „Juden-Jurament", das bei Erneuerung des Judenamtes, des Richters Markus Pinkus und der vier Ältesten Joseph Elias, Mojses Abraham, Salomon Asconius und Isak Maley am 14. Oktober 1649 zum ersten Mal in Anwendung kam, siehe Beilage V. 48 Von diesem Markus Pinkus haben wir in den Akten ein Verzeichnis seiner Schulden in Österreich und Mähren, bei Christen und Juden, schon vom 12, Januar 1648, das ganz bedeutende Summen ausweist: in Wien christlichen Kaufleuten für verschiedene Waren... 600 fl. rh.; in Wien, jüdischen Kaufleuten, für verschiedene Waren... 200 fl. rh.; in Mähren, jüdischen Kaufleuten, für verschiedene 73 179

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