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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 76

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 76)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644307--1535-2645879
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später eingestürzte Schiff der St. Franziskanerkirche (die sog. St. Laurentiuskirche), von der heute nur die Nord- und Ostwarid erhalten blieb. Das Presbyterium und der mit ihm gleichzeitige Kapietelsaal und die Maria-Magdalena-Kapelle wurden wahrscheinlich bis zum Jahre 1245 gebaut. Erst dann kam es zum Bau der stilistisch fortschrittlicheren St. Barbarakirche, an der schon die Merkmale entwickelter Gotik zum Vorschein kommen. Man sieht hier größeres Streben nach der Unterdrückung leerer Flächen und der Massivität der Wände. Die Bündel der Dienste mit den in der halben Höhe sie teilenden Schaftringen, gegliederte Fenstergewände, die auf eigene Dienste gestützten und tief in die Gewölbekappen einschneidenden Schildbögen und die feingliedrigen Rippenprofile bringen dies« Tendenz zum Ausdruck. Ähnlich ist es auch in der gleichzeitigen, vorläufig nicht genauer datierten Burgkapelle in Klingenberg,42 wo außerdem die Empore ähnliche oktogonale Pfeiler tragen, wie wir ihnen in Tfebic begegnet sind und welche hier, in Klingenberg, auch die Arkaden des um einen inneren Hof gebauten Palastes tragen. Eine ähnliche Disposition um einen viereckigen Hof hatte auch die gleichzeitige Burg in Pisek — heute sehen wir hier nur Reste der Arkaden mit gleichen oktogonalen Pfeilern. In Tfebic, Tisnov, im Agneskloster und in der Klingenberger Burgkapelle überrascht die konsequente Verwendung der Rippenansatzschildchen, kleiner, oben verschieden ausgeschnittener senkrechter Flächen oberhalb der Deckplatte dort, wo die Rippen ansetzen, welche für böhmische frühgotische Bauten charakteristisch sind, welche aber in Frankreich nur sehr selten und in Deutschland zwar öfter, aber nicht regelmäßig auftauchen. Dieselben Reminiszenzen sehen wir auch überall in dem plastischen Dekor. Im Agneskloster überwindet nur selten der gotische Realismus den romanischen schematischen Ornamentalismus. Darüber jedoch später ausführlicher. Den weiteren Grad der Befreiung von den romanischen Reminiszenzen verfolgen wir in der Zeit Premysl Ottokars II. (bis 1278), an deren Beginn zwei sehr bedeutende Bauten stehen: die Klöster in Hohenfurth und in Goldenkron.43 Das erste wurde im Jahr« 1259 von Peter Vok von Rosenberg gegründet; im selben Jahre wurde ein Teil der Kirche eingeweiht, wahrscheinlich das Presbyterium mit den Seitenkapellen, und dem angrenzenden Teil des Querschiffes, die Kirche wurde bis ins 14. Jahrhundert weitergebaut; in die Gründungszeit fällt auch der Bau der Sakristei und des Kapitelsaales. Der zweite Bau, das Kloster in Goldenkron wurde im Jahre 1263 von Pfemysl Ottokar II. selbst gegründet. Wann der Bau angefangen wurde, ist nicht bekannt; zu den ältesten Teilen gehört jedoch zweifellos die außerhalb des Klosters liegende Kapelle der Schutzengel, welche stilistisch den ältesten Teilen des 17 79

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