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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 6

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
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die Diaspora, die Auseinandersetzung aller Äußerungen des Lebens mit der neuen Umgebung in den Mittelpunkt gestellt werden müsse.7 Der um das Forschungsinstitut der Akademie für die Wissenschaft des Judentums (1919 gegründet) in Berlin gruppierte Kreis (Friffaz Baer, Selma Stern, H. Tykocinski u. a.) vertritt, mit Eugen Täubler, die fortgeschrittenste Richtung in der jüdischen Historiographie. B. Stand der Forschung. Allgemeine jüdische Geschichtsforschung in Deutschland. Die Bearbeitung der Wirtschaftsgeschichte. Andere Länder. AUgemeine jüdische Geschichtsforschung in der Tschechoslowakei bis zur Gründung der „Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Republik". Tätigkeit der Gesellschaft. Brachliegen der Wirtschaftsgeschichte. Neben der Entwicklung von Geschichtstheorien und deren systema tischer Ausarbeitung und Fundierung ging aiber auch seit 1820 etwa, also seit der Gründung des Vereines für Kultur und Wissenschaft der Juden (1819—1824) die Erforschung der geschichtlichen Tatsachen einher. Zumeist um wissenschaftliche Vereine oder Periodica gruppiert, wurden die verschiedenartigsten Gebiete jüdischer Geschichte erstmalig untersucht. Außer jenen Gebieten, die innerhalb der jüdischen Historiographie der eigentlichen „jüdischen Wissenschaft" zugezählt werden, wie die Rabbiner-, Gelehrten- und LdteraturgescMchte, wurden allmählich — neben Martyrologie, Familien- und Kulturgeschichte — auch Regestensammlungen angelegt, Gemeindegeschichten begonnen und die Sozial- und Rechtsgeschichte in das Arbeitsfeld einbezogen. So machte es sich die Historische Kommission (1885—1892) zur Aufgabe, geschichtliche Quellen systematisch zu sammeln und kritisch zu bearbeiten (Höniger, Stobbe, Bressku), wie auch Quellensammlungen zu publizieren (Höniger, Aronius). Am Ende des 19. Jahrhunderts bildete die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums den Sammelpunkt für die jüdischen Historiker in Deutschland. Neben ihr begann die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums eine umfassende Gemeindegeschichte (Germania Judaica). Einen neuen Mittelpunkt bildete das 1906 begründete Gresamtarchiv der deutschen Juden, in dessen „Mitteilungen" Täubler seine Theorie entwickelte. Zum Schluß sei nochmals die nach dem Kriege entstandene Akademie für die Wissenschaft des Judentums genannt, deren historische Sektion heute neben Fachzeitschriften (Ztsehr. f. d. Gesch. d. Juden in Deutschland u. a.) und 3 9

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