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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 276

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 276)
Language
German
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IRI
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dem Tobitschauer Rabbiner David Tebl nicht zu verwechseln; Kaufmann in Megillath Sedarim ist richtigzustellen. 31) Hebr. „migesa Aschkenasi". Die über Polen gekommenen Deutschen erhalten den Herkunftsnamen „Aschkenasi"; nach der Tradition ist das biblische Aschkenas Deutscher. In Akiba A. vermute ich einen im Jahre 1648 während des Chmelnicky-Aufstandes eingewanderten Polen deutscher Herkunft. Die Nachkommen des weiter oben (n 26) genannten Abraham ha-Levi Aschkenasi trugen später den Familiennamen Deutsch. 32) In Juda Lob, S. Ahron, der die Rabbinate Kojetein und Tobitschau verwaltete, vermute ich den Mann, der sich später Juda Lob Stadlan medinah (Landesfürsprech) nannte. In Megillath Sedarim Edit. Baumgarten S. 20 n. 1, der Judensollizitator Löbl Aaron genannt, Wolf, die alten Statuten der jüd. Gem. in Mähren S. 149, Sollizitator Löwl Raustitzer (Löbl Raußnitzer) genannt. Er lebte später in Neu-Raußnitz. An anderer Stelle des Pinax beginnt ein Eintrag des Juda Löb mit den Worten: „Heute Donnerstag, 20. Tischri „tehe mechilah gemurah" (das Chronostich ergibt die Jahreszahl 443 1682) „es sei ein völliges Verzeihen", ist wohl eine Anspielung auf den folgenden Tag (21. Tischri) „der großen Hoschanah", welcher nach der Tradition Abschluß des Neujahrsfestes und Versöhnungstages, wahrscheinlich aber auch eine Andeutung seines Verhältnisses zu seinen Gemeinden. Er hat bald darauf seinen Wirkungskreis verlassen. Eine etwas später datierte Eintragung unterschrieben die Almosenkassiere und der Gemeindebeglaubte. 33) Wird als Schenkung eines Schwerkranken betrachtet, die ohne besondere Amtshandlung in den Besitz des Beschenkten übergeht, s. Flesch, Jahrbuch der Gesellschaft I, S. 318 n. 37. 34) Unterschreibt an mehreren Stellen des Pinax die Übertragungen an Stelle des Rabbiners. 35) Kaleb Feiwel trägt den Namen seines Großvaters, des Rabbiners von Tobitschau, später Proßnitz, s. weiter unten n. 57 u. 58. 36) Hebr. „Rausch medinah". 37) Fertigt in seiner Eigenschaft als Rabbinatsbeisitzer. 39) Bezeichnung für den Ortsrabbiner. ») S. oben n. 7. 40) Herz, Rufname für Naftali, mit Bezug auf Gen. 492i: „Naftali eine flüchtige Hindin" (Hirschkuh). Hirsch, mhd. Hirz, Herz, tschechische Verkleinerungsform Herzka, Hertschka, s. Flesch, jüd. Farn. Forsch. II, 1 S. 110. 41) Rufname für verschiedene hebr. Namen, daraus entstand der Familienname „Süß". — An dieser Stelle will ich aus unserem Gemeindebuche (Pinax) einige Namen anführen, welche für die Namenskunde bemerkenswert. J o s e 1 e, Verkleinerungsform aus Josef. Falk, Rufname für Josua, daraus entstand der Familiename Falk. Sanwel aus Samuel, Samel, Saml ist Sanwel auch Seinwel entstanden. F e i 117 Rufname für Natan, aus dem ahd. „vidu" hervorgegangen, daraus entstanden die Familiennamen Veit, Feit, Verkleinerungsf. Feitel. — Eibeniz — Eiwanowitz, Ivanovice. B a 1 b i e r e r, Berufsname — Barbier. C h a - j i t — (Schneider. Lipma n, Rufname für Jomtow. M e n k i, Verkürzung von Menachem ist Man, daraus Rufname Mandl, Mendl, Koseform Menki. M e n z 1 e, Rufname für Gerschom, über diesen aus Gerstl, Gerschman, Kerschman — Hefman stammenden Namen, vergl. Lieben, S. H. in M. f. G. W. J. 1906, S. 629. Pesach Rofe Wundarzt, Bader, eigentlich Pächter des Badehauses, der in Mähren sehr häufige Familienname Bader aus „Rofe" entstanden, s. Flesch, M. f. G. W. J. 1929, S. 119. J o k e 1 e, Verklf. aus Jakob. B e r m a n, Rufname für Isaschar, abgekürzt Ber, daraus entstanden die Familiennamen Ber, Bär, Verklf. Berl, Bermann, Bärmang, s. jüd. Fam.-Forsch. II, 1, S. 112. Hendl, Rufname für Manoach, daraus Famn. Hendl, Handl. C h a j i m aus Wien, 1670 aus Wien vertrieben. B e n d e t, Rufname für Baruch, lat. Benedict, verkürzt Bendet, Benet, daraus die Familiennamen Bähet, Binet, Panet, Benet entstanden, s. jüd. Fam.-Forsch II, 1, S. 111. 42) Hebr. „isch Tobitschau". 42a) Am Rüsttage des Versöhnungstages wurde die „Kaarah" (Schüssel) aufgestellt; es wurden die Torahspenden für das abgelaufene Halbjahr eingehoben; sozusagen in die Schüssel geworfen. «) Talm. Bab. Tr. Chaggiga 3a. 44) Spr. 18ie. 271

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