Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 275)
- Language
- German
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21) Gerson Ulif Aschkenasi, 1650 Rabbiner in Proßnitz, später mähr. Landesrabbiner, 1668 Rabb. in Wien, st. 1694 als Rabbiner von Metz, s. Flesch, Juden und Judengem, in Vergangenheit und Gegenwart, S. 50 n 9, dort die Literatur. 22) Im Pinax werden folgende Protokollführer genannt: Abraham Proßnitz, Vorbeter und Beglaubter von 1650—1676. — Mose Jakob, S. Meir, das Andenken des Frommen zum Segen, Vorbeter und Beglaubter, nur im Jahre 1660 genannt. — J u d a L ö b, S. Ur Schraga ha-Kohen aus Trebitsch, Diener und Beglaubter von 1655—1688. — Mose, <S. Levi, im Jahre 1665 als Diener und Beglaubter genannt. — Mose Elieser Mordechai, S. hrr Liberman Jafe, 1695 Vorbeter und Beglaubter. — J i z c h a k, iS. Abraham, im Jahre 1704 Diener und Beglaubter. — Meir, S. Mordechai von 1707—1736 Vorsänger und Beglaubter. — Jizchak Meir erscheint im Jahre 1721 als Diener (Schammasch) und Beglaubter. — Das Statutenbuch der Chevra Kadischa, welches folgende (hebräische) Inschrift trägt: „Dies hat Jakob, S. Benjamin zu Ehren Gottes, gelobt sei er, und zu Ehren des heiligen Vereines der Beerdigungsbrüderschaft in der heiligen Gemeinde Tobitschau im Jahre „ich lobe die Todten" (Predig. 42, das Chronstich ergibt die Jahreszahl 1702) „der kleinen Zeitrechnung", nennt noch folgende Protokollführer: Mose A r j e M., Vorbeter und Beglaubter im Jahre 1749. — Eleasar, S. Jakob Kopl, Vorbeter und Beglaubter von 1763—1765. — Dadiv, S. des Rabbiners Jakob, sein Andenken zum Segen, Diener und Beglaubter im Jahre 1775. — Gabriel Proßnitz, Vorsänger und Beglaubter 1782—1795. — Natan, S. Abraham ha-Levi, Vorbeter und Beglaubter 1800—1826. — Lipman Gojtein (Kojetein), Vorsänger und Beglaubter 1836—1849. — Jizchak Jehuda ha-Levi, Schächter und Beglaubter 1851—1889. — Isak Eisak ha-Levi Weiß aus Ge witsch, Religionslehrer von 1870—1909. Isak Weiß widmet der Chewra Kadischa ein Lied (10 Strophen in alphabetischer Ordnung), welches bei dem Brudermahle zu singen. In der Widmung heißt es: „J. W. Religionslehrer, Diener und Beglaubter durch 38 Jahre hier in Tobitschau." 23) Ex I823 entnommen. 24) Jerem. 32i4 entn. 25) Hebr. „Awelim"; die letzte Bank, auf welcher die Awelim sitzen, Bank der Trauernden genannt. 2<J) An anderer Stelle im Pinax fertigt er: „Abraham, iS. Menachem Mendl ha-Levi Aschkenasi aus Proßnitz, derzeit Rabbiner in Tobitschau." Er war später Rabbiner in Proßnitz; s. Freimann, Jahrb. der jüd. literar. Gesellsch. XV, 'S. 38. Sein Vater Menachem Mendl, S. Alexander ha-Levi, approbiert 1724 in Proßnitz das Werk Toldot Jakob. Ich vermute, daß er mit dem in Raußnitz 1714 genannten Menachem Mendl ha-Levi identisch, vergl. Flesch, Jahrb. der jüd.-literar. Gesellschaft XVIII, S. 41. 27) Eintrag vom Jahre 1650. Im Jahre 1687 dem Ascher, S. Jesaja zugeschrieben. Diesen Eintrag fertigen: iSchemaja, S. des Märtyrers iSchlo-moh; Juda Löb, Sohn des Gaon, Rabbiner Kaleb Feiwel, s. Andenken zum »Segen, Mordechai, S. Juspa ha-Levi als Almosenkassiere und Juda ha-Kohen, Diener und Beglaubter der heiligen Gemeinde Tobitschau. 28) War später Rabbiner in Straßnitz, 1734 in Austerlitz, s. Flesch, Jahrb. für jüd. Volkskunde 1924/25, S. 581; derselb. Juden und Judengem, in Vergang. u. Gegenwart, S. 114. 29) Zirl, Frauenname. An anderer Stelle unseres Gemeindebuches unterschreibt er: Josef Joel, S. Selig Zirls. 30) Ist Verfasser von Bet David (s. Benjakob, Ozar ha-»Sepharim Buchst, b. Nr. 296) und war früher Rabbiner in Mähr.-Aussee. Kaufmann in Baumgartens Megillath Sedarim, Edit. Mekize Nirdamim, S. 28 n. 2 berichtet, daß er später in Tobitschau und Gewitsch Rabbiner war und Freitag 14. Ab 1734 in Boskowitz gestorben. Wie aus dem Pinax ersichtlich, war er im Jahre 1736 noch Rabbiner in Tobitschau. Das Totenprotokoll von Tobischau, Blatt 133, berichtet: „Am 1. Neumondstage Adar (30. Schebat) 500 (28. Feber 1740) ist gestorben und wurde beerdigt der Rabbiner, die große Leuchte Mhrr David, Sohn Jakob aus Aussee, seine Seele sei verbunden mit dem Bunde ewigen Lebens, Oberrabbiner von Tobitschau." Die Identität des David, S. Jakob aus Aussee (der Herkunftsort) mit David Tebl, S. Jakob Aschkenasi ist nicht zu bezweifeln. Der im Totenprotokolle von Boskowitz im Jahre 1734 verzeichnete Rabbiner Tebl von Gewitsch, ist mit 270