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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 277

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 277)
Language
German
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IRI
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**) Hebr. „Mischeberach". Nach dem Segen für die Gemeinde wurde ein besonderer Segen für diejenigen verrichtet, welche sich um die Gemeinde verdient gemacht, *8) Hebr. „Scholausch regalim" („regel" Fuß). Die 3 Hauptfeste, u. zw. das Fest der ungesäuerten Brote, das Wochenfest und Laubhüttenfest, wurden Wallfahrtsfeste genannt, weil nach biblischer Vorschrift (Deutr. 16ie) alles Männliche dreimal im Jahre nach Jerusalem wallfahren mußte. 47) Seelengedächtnis. 48) Jeremj. 32i4. 40) Das Chronostich „samchenu haschem bebias hamoschiach weelijahu",-welches in dieser und in der folgenden Haskarah-Widmung angewendet wird, spricht Messiassehnsucht aus, welche bald Erfüllung finden soll, wohl durch die Nähe des apokalyptisch-messianischen Jahres 1666 erweckt. Oder hätten wir durch die Nähe von Proßnitz, der späteren Hochburg der „Schebsen" jetzt schon — große Ereignisse werfen ja bekanntlich ihre Schatten voraus — in Schimeon Lipschitz einen Anhänger des Pseudomessias Sabbatai Zebi zu suchen? Vergl. Grätz, Gesch. d. Juden Bd. 10. S. 205 ff.; Freimann, 1. c. S. 34 n. 8. 50) Schimeon Lipschitz bedient sich bei seinen Eintragungen nicht der hebr. Kurrentschrift, sondern der Raschischriftzeichen, was auf deutsche Herkunft schließen läßt. 51) Hier Euphemie für die ganze Gemeinde, s. oben n. 19. 52) Num. 163 entn. 53) Hebr. twb (Zahlenwert 17). 54) iSüßkind ist Rufname für Alexander, s. Ganzfried, Ohole schein, Bl. 83. G5) Hebr. K'le Kaudesch, heilige Geräte, Torahschmuck. M) Issru Chag — bindet das Fest, der den drei Hauptfesten folgende Tag, wird so genannt; s. Psalm II827. 57) Juda Löb, welcher die Eintragungen an zahlreichen Stellen unterschreibt, wird „der Sohn des Gerichtsvorsitzenden" genannt, ein Titel, der nur dem Ortsrabbiner zusteht; späterer Familienname Donath. 58) Kaleb Feiwel, der Sohn des Wiener Armeelieferanten Dan Jakob Boskowitz, am 12. Mai 1678 als Rabbiner von Proßnitz gestorben, s. Wachstein, Inschriften I. 477; Freimann, 1. c. S. 37; vergl. Kaufmann, Die letzte Vertreibung der Juden aus Wien etc. S. 185. Sein Sohn Juda Löb (s. o. n. 57) ist laut Totenprotokoll Tobitschau am 15. Sivan 484 (6. Juni 1724) gestorben. Auch die Tochter des Mose Schnaittach, welch Letzterer ein Schwiegersohn des Kaleb Feiwel war (s. Freimann, 1. c. Proßnitzer Grabschriften 4), Golde, die Gattin des Mendl „Traubki" ^tsch. Trupka, Bläser, Schofarbläser) ist Mittwoch 4. Tebet 528 (25. Dezember 1767) in Tobitschau gestorben. Die in Kromau verstorbene Rosa, Tochter Dan Jakob, 10. Mai 1693 gest., war eine Tochter des Wiener Armeelieferanten Dan Jakob Boskowitz; s. Flesch, Jahrb. der jüd.-literar. Gesellschaft XVII, S. 73. Über Dan Jakob Boskowitz dem Jüngeren, S. Juda Löb, Enkel des älteren Dan Jakob, s. Wachstein, Inschriften I, S. 542; Flesch, Jahrb. für jüd. Volkskunde 1924/35, iS. 613; derselbe Juden und Judengem, in Vergang. u. Gegenwart S. 124vergl. Bretholz, Bertold, im Jahrbuche der Gesellschaft II, S. 211, der dort genannte Donath von Proßnitz ist mit Dan Jakob Boskowitz dem Jüngeren identisch, welcher 1722 Bezirksältester und in dieser Eigenschaft Landessteuer-Einnehmer war. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er (und auch sein Vater) die Stetigkeit in Proßnitz hatte. Sein Oheim Kaleb Feiwel war schon lange vor der letzten Judenvertreibung aus Wien, welche 1670 erfolgte, der ebenso gelehrte als begüterte und einflußreiche Rabbiner zu Proßnitz, vielleicht beruht die Unterschrift Donath aus Proßnitz darauf? 59) Totenprotokoll Tobitschau Bl. 132 b. 60) War früher Rabbiner in Gewitsch und Aussee und ist mindern im Totenprotokolle Boskowitz genannten und im Jahre 1734 verstorbenen Rabbiner Tebl in Gewitsch (Tebl, Oben. Gewitsch, gest. 494 1794) nicht identisch, s. 0. n. 30. Baumgarten, Kaufmann Gedenkbuch, iS. 510 n. 2, richtigzustellen. 61) Im Statutenbuche der Chewra Kadischa Tobitschau ist eine von ihm geschlichtete Streitsache protokollarisch festgelegt. Über seinen Vater Simson Bloch vergl. Dukesz Chachme Ahw iS. 24 ff. Isaschar Ber war später Rabbiner in Boskowitz, iSzenic und ist als Rabbiner zu Mattersdorf gest.; vergl. iStein, Jahrb. des traditionstreuen Räbbinerverb. in der Slowakei, J. 1923, S. 100; Jahrb. für jüd. Volk&k. 1924/26, -S. 429 ff.; Flesch, Judengem., iS. 127. 62) Freimann, 1. c. S. 42. 272

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