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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 274

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 274)
Language
German
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IRI
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*) Pinax, hebr. unvokalisiert pnks (lies Pinkas, auch Pinkes), griech. jrivas ist Lehnwort und bedeutet im hebr. Sprachgebrauche eine mit Wachs überzogene Schreibtafel, aber auch Rolle, Buch, besonders Schuldbuch, s. Krauß, Samuel, Griech u. latein. Lehnwörter in Talmud, Midrasch u. Targum, II.,.Berlin 1899, S. 466 f. 2) So im Klageliede des Mose, Sohn Isai Josef Burgel; vergl. Kaufmann, David, Mimisrach Umimaariw, III, Wien 1896, S. 97; Zunz, Literaturgeschichte S. 434, 1. Tobitschau, st. Tagitschau. 3) Haas Theodor, Die Juden in Mähren, S. 62. 4) Die von Privatgelehrten mit rabbinischer Befähigung in aller Stille vollzogenen Trauungen wurden Bodenhochzeiten genannt, diese in staatlich nicht anerkannter Ehe lebenden Familien wurden, im Gegensatze zu den Famiiianten (Inhaber systemisierter Familienstellen), Emigrantenfamilien benannt, s. Flesch, Familie Flesch, S. 38 n 9. 5) Mhrr Morenu haraw reb, Titulatur für Gelehrte. Diese Bezeichnung kommt sehr häufig vor, so daß sie im weiteren Verlaufe nicht wiederholt wird, s. Flesch, Jahrbuch der Gesellschaft, L, S. 416, n. 3, dort auch die Literatur. ß) Im Archiv der Loge Moravia B. B. in Brünn, Sign. I, 24. 7) Zedakah, Almosenkassa, Almosenverein. Der Almosenverein ist eine autonome Körperschaft, die mit der Gemeindeverwaltung nur in losem Zusammenhange steht. Das Amt der 'Almosenkassiere ist ein selbständiges, in deren Wirkungskreis fällt die ökonomische Synagogenverwaltung, die Aufrechterhaltung der Synagogenordnung und das Armenwesen. Nicht nur die Ortsarmen, auch ortsfremde Arme sind die Kinder ihrer Sorge. Der Almosenverein bestreitet seine Ausgaben aus freiwilligen Spenden, dem Vermieten der Synagogensitze, soweit sie nicht Privatbesitz, den Einwurf aus den Sammelbüchsen und dem Verkaufe der Alijot. Das Aufrufen zur Torah (Alijah) und andere Ehren, welche die Synagoge verleiht, werden an den Meistbietenden verkauft; s. Flesch, Jahrb. der Gesellschaft, I, S. 418 n. 31 u. 32. 8) Eine Auflösung der Buchstaben HCHDPCC wurde nicht gefunden. 9) Hebr. „secher zadik liwrochoh", o. „sichraunau liwrochoh". Prov. IO7, Euphemie für Verstorbene, s. Flesch 1. c. S. 418, n. 26. 10) Es werden unter anderen 2 Wundärzte, 1 Barbier, 1 Gerber und 1 Wiener Exulant (1670 aus Wien vertrieben) genannt. ±r) hrr haraw reb, Titulatur. Diese Bezeichnung kommt sehr häufig vor, so daß sie im weiteren Verlauf nicht wiederholt wird. 12) Mandum, Rufname für Menachem. An anderer Stelle des Pinax heißt es: „Die beiden Plätze in der Nähe des Leuchters rechts etc. sind Eigentum des Mose Menachem, S. Elieser. 13) Hebr. „schejichjeh leaurech jomim tauwkn", Euphemie für Lebende, s. Zunz, Z. Gesch. und Literatur, S. 455. 14) Bei der kleinen Zeitrechnung werden die Jahrtausende der jüd. Weltära weggelassen, s. Flesch 1. c. S. 418 n. 39. lö) Hebr. „haschem jinkaum domau", Gott räche sein Blut, Eulogie für Märtyrer. Märtyrer, hebr. Haqodausch, der Heilige, werden nicht nur diejenigen genannt, welche für ihren Glauben, für die Heiligung des göttlichen Namens starben, auch solche, welche eines unnatürlichen Todes durch fremde Hand starben, nannte man „Heilige", s. Zunz, Gesch. u. Literatur S. 334. Der Pinax nennt noch folgende Qedoschim: Ahron Jehuda, Eintrag vom Jahre 1657; Eljakum, Eintr. vom Jahre 1654; Schlomoh Josef ha-Kohen, Eintr. J. 1665; Löbele Salmans, Eintr. v. J. 1664; der gelehrte Ahron, Eintr. J. 1661; Mhrr Elieser, Eintr. J. 1662. Es waren die Opfer des Dreißigjährigen Krieges, der Tobitschau mit seinem Schrecknissen heimgesucht. 10) Hebr. „Kinjan Sudor", als Abschluß oder Bekräftigung des Kaufes, s. Choschen Misehpat. Abschn. 190, § 1. 17) Die Tage der Woche werden nach dem Wochenabschnitte gezählt, welcher an dem den Werktagen folgenden Sabbat verlesen wird; s. Flesch 1. c. S. 419 n. 46. 18) Judendeutsch, so wörtlich im Pinax. 19) Hebr. jischmerehu zurau wegaualau, Euphemie für Lebende, s. Zunz I, c. S. 455. , 20) Excellentia, Titel für hervorragende Gelehrte, s. Flesch 1. c. S. 416 n 2. 269

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