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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 270

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 270)
Language
German
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IRI
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Einträge Almosenkassa: „Am heutigen Tage, Sabbatausgang Wochenabschnitt Tezaweh, klein Purim 448 (14. Adar I, 15. Feber 1688), haben sich die Almosenkassiere der Gemeinde Tobitschau versammelt, und diesen hat sich der angesehene und verehrte Oberrabbiner, mara deatra38) (der Herr der Stadt), angeschlossen, diese haben sich mit dem frommen Werke beschäftigt, die Schuldigkeiten der Gemeindemitglieder an die Almosenkassa, für das Ankaufen der Mizwot39), zu verzeichnen. Heute, in der genannten Nacht, wurde die Abrechnung gemeinsam mit dem geehrten Abraham fertig gestellt und jedem seine Schuldigkeit auf seinem Folio eingetragen. Wir haben auch mit dem geehrten Daniel verrechnet, wie auf der folgenden Seite ersichtlich. Zum untrüglichen Beweise fertigen in genannter Nacht: Juda Löb ha-Kohen, Diener und Beglaubter der heiligen Gemeinde Tobitschau, Akiba aus dem Stamme Aschkenasi." Folio Mhrr Daniel: „Dienstag, 2. Pessach — Halbfeiertag 447 (18. Nissan, 1. April 1687), haben die Kassiere über den Erlös aus dem Ankaufe der Mizwot Rechnung gelegt, u. zw. von der Zeit der Anlegung des Pinax, bis auf den heutigen Tag. Die Almosenkassa schuldet dem Daniel 35 Pehm (= Böhm, böhmische Groschen) und 2 Kreutzer. Dahingegen hat sich Daniel verpflichtet, 24 rheinische Gulden, 16 Böhm und 1 Kreutzer für den verstorbenen Herzka40) zu zahlen, welche auf seinem Synagogensitze lasteten und welchen Daniel gekauft. Diesen Betrag muß Daniel zum Synagogenbau erlegen. Juda Löb ha-Kohen, Diener und Beglaubter. Er schuldet ab Pesach 1689 weitere 2 Gulden, 16 Böhm, 1 Kreutzer. Darauf bezahlt 2% rheinische Gulden. Rest von Pesach 1691 15x/2 Böhm. Obige Schuld wurde von Jakob Süssel41) (Sohn des Daniel) gänzlich getilgt. Zur Bestätigung dessen fertigt heute, Sonntag, Wochenabschnitt Terumah 453 (25. Schebat, 1. Feber 1693) Mose Schlomoh (S. des Menachem Mendl)42), ,ein Mann aus Tobitschau'." Folio Schlomoh, S. Jizchak (Bl. 34b): „Zur Erinnerung, daß der angesehene Schlomoh für das Silberschild, welches in Proßnitz verpfändet war, 8 Gulden rheinisch bezahlt. Darauf wurden ihm 3 Gulden rheinisch ersetzt. Der Rest ist mit ihm, für das Ankaufen von Synagogenehren18), ,ob gerechnet geworn' (geworden). Am Rüsttag des Versöhnungstages43) 1659 erscheint er mit einer Schuld von 2 Gulden rheinisch (Abrechnung auf diesem Folio bis zum Rüsttage des Versöhnungstages 1669)." Folio Jakob Süßl, S. des Daniel: „Die Almosenkassa schuldet ihm einen halben rheinischen Gulden seit dem Rüsttage des Versöhnungstages 449 (3. Oktober 1688). Rest von Pesach 449 (April 1689) und Rüsttag des Versöhnungstages 450 (23. September 1689), 2 Gulden rheinisch und 12% Böhm". 265

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