Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 268)
- Language
- German
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Eintrag Blatt 50b: Heute, Sonntag, 14. Elul 440 (8. September 1680), hat der angesehene Mose, S. Feiwesch (Phöbus) aus Wien, einen Männersitz, an der Seite des Leuchters, Lage Nordost, neben dem Sitze des Rabbiners, % Ellen breit18), erworben, „der Stend«ru (Ständer, Stand, Betpult) V2 Elle breit und nicht mehr. Gekauft mit Einverständnis der Gemeindevorstände und Almosenkassiere. Kaufschilling bezahlt und keinen Kreutzer schuldig geblieben. Zur Bekräftigung schreibt und unterfertigt am oben genannten Tage, Akiba aus dem Stamme Aschkenasi, amtiert derzeit hier in Tobitschau." Nachtrag (zu vorstehendem Eintrag) Blatt 12a (nach Umbau der Synagoge wurde dieser Teil des Pinax am 20. Feber 1707 angelegt und paginiert): „Der Sitz im Männerabteil, links vom Leuchter, früher Eigentum des verstorbenen Mose, S. Feiwesch Wien, ist von heute an Eigentum des Mendl, S. Jizchak, ihm und seinen Nachkommen zu ewigen Besitze zugeeignet. Zur Bekräftigung geschrieben und unterzeichnet heute, Montag, 11. Sivan 469 (20. Mai 1709). Genannten Platz gab Mendl, S. Jizchak, genannt Mendl Klettwitz, seinem Schwiegersohne, dem vornehmen Mose, S. Meir Chasan (Vorsänger) als Mitgift, sowie einen 2. Platz im Frauenabteil, auf dem 2. Siedel den 2. Platz, in der Richtung von Osten nach Westen, wie oben im alten Pinax vermerkt. Diese zwei Plätze hat er seiner Tochter als Mitgift gegeben, durch rechtsgültige Zueignung und Mantelgriff dem genannten Mose und seiner Gattin Kröndl eingeantwortet. Es wurde jedoch ausdrücklich vereinbart, daß genannter Mendl und seine Frau, Zeit ihres Lebens, neben dem Schwiegersohne, diese Schulsessel benutzen dürfen. Jedoch eine Stunde vor seinem Tode33) sollen diese Plätze seinem Schwiegersohne Mose und seiner Frau zufallen. Dieser Verkauf wurde in der Synagoge der heiligen Gemeinde Tobitschau verlautbart, dagegen wurde von keiner Seite Einspruch erhoben, deshalb wurden diese Plätze dem genannten Mose, sowie seinen Rechtsnachfolgern und denen, die in seiner Vertretung kommen, für ewige Zeiten zugeschrieben. Zu glaubwürdigem Beweise fertigt heute, Mittwoch, 19. Adar I 486 (20. Feber 1726), Asriel, S. Mordechai, amtiert derzeit hier in Tobitschau." Eintrag Blatt 16a: Der erste Platz im Pfeiler der Nordwand, früher Eigentum des Abraham, diesen Platz hat Libermann, S. Mordechai von Frau Gitl, der Ehegattin des Abraham, gekauft. Nun haben wir aufrechte, wahre Worte vernommen, daraus zu ersehen war, daß genannter Libermann, diesen Sitz, seinem Schwiegersohne Laser, S. Jerucham, eine Stunde vor der Chuppah (Trauzelt, vor der Kopulation), als Mitgift gegeben. Diese Zueignung wurde am Montag, Donnerstag und folgenden Montag in der Synagoge verkündet, und es wurde kein wie immer gearteter Einspruch dagegen erhoben. Der Platz wurde dem 263