Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 264)
- Language
- German
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„Am oben genannten Tage hat Izik, S. Sohlomoh, zwei Schulsessel im Frauenabteil hier in Tobitschau von Frau Rösle, Tochter Jisroel, sein Andenken zum Segen, Witwe nach dem Märtyrer Jehuda Löb, ihrem Schwiegersohne Bendet Axelrad, S. Joel ha-Levi und ihrer Tochter, das ist des Letzteren Frau Saril, Tochter des Märtyrers Juda Löb, gekauft. Von diesen beiden Plätzen liegt der erste in der Mitte (d. h. unterhalb) des ersten Fensters, in der Nähe des nordöstlichen Winkels, % Ellen breit, der zweite Platz in der Mitte des zweiten Fensters, % Ellen breit.u Unterschrift wie oben. Datierte ältere Eintragungen sind noch vermerkt: „Der Synagogensitz, welcher an dem Platz des Mose Menachem, S. Eüeser angrenzt, ist Eigentum der Witwe Bela Eberls, % Ellen breit, darauf haftet eine Schuld von .ein Gulden rheinisch." „Der Synagogensitz, welcher Eigentum der Witwe Bela Eberls, wurde dem Jisroel, S. des Märtyrers Ahron Jehuda, sein Andenken zum Segen, verkauft. So geschehen Donnerstag, Wochenabschnitt17) Schemini, 26. Nissan 416 (20. April 1656). Ist vom Kaufschillinge nichts schuldig geblieben." Unterschrift wie oben. „Der Schulsessel, angrenzend an den des Izik, S. Schlomoh, ist Eigentum des Eljakum, genannt Salman, % Ellen breit. Darauf schuldig geblieben ein Gulden rheinisch." „Es ist wahr, daß ich Unterzeichneter hab18) Verwahrung getan18) dem Chajim, Sohn des Märtyrers Eljakum, daßer18) das Geld für den Platz, welcher oben genannt, soll18) geben dem Almosenvereine, laut Entscheidung, welche in Händen der Gemeindeführer, es schütze sie ihr Hort und Erlöser10), ausgefertigt von dem Gaon20) Gerschon, Oberrabbiner und Lehrhausvorsteher in Proßnitz"21). Er hat geantwortet: „i c h b i n18) jetzt tokea kaf (gebe Handschlag), das nur as ich aheim wer kummen in mein Haus, a s o will gleich a h e r schicken18) den Kauf Schilling und wenn nicht, as o gib18) ich Erlaubnis den Almosenkassieren mit dem Synagogensitze nach Gutdünken zu verfahren. Dies alles vor mir geschehen vor dem Neujahrsfeste 414 (1653)." „Der Platz des Chajim, S. Eljakum wurde dem Abraham, Sohn Israel, anläßlich der Versammlung der Führer und Häupter und in Anwesenheit der Spitzen der Gemeinde, verkauft. So geschehen 'heute, Freitag, Wochenabschnitt Tasria 416 (= 6. Nissan, 81. März 1656)." Unterschrift wie oben22). Am Sonntag, 18. Adar I 467 (20. Feber 1707), wurden neue Schulsessel für den Männerabteil angefertigt; das Gemeindebuch berichtet darüber folgendes: „Damit jeder Einzelne zu seinem Platze in Frieden gelange23), wurden die Synagogensitze genau verzeichnet. Damit man diese leicht finden 259