Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 184)
- Language
- German
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dem Juden David Mercato bereits geschehen, von besagten Kreßtragen in dero Königl. Residez .Stadt (Prag allergnädigst zu befreyen umd zu begnadigen. Zu allergnädigster wollfahr mich allergnädigst empfehend. Euer Kais, und Königl. Matt, allerunterthändgst treu gehorsamibster Abraham Aaron, Hoch Fürstl. fSachsen laueniburg. Hoff Judt, -der Zeit primator -der Lands Judenschaft in Königr. Böheimb." (sub pr. 1. April 1678.) Beilage VI. (Dekret Leopold I. über Befreiung Abrahams Aarons von der Krause.) „Leopold von Gottes Gnaden etc. Hoch und 'Wohlgetbobrene etc. Demnach Uns Abraham Aaron, Jud, durch den Inschluß allerunterthänigst Supplicando angelanget und gelbethen, wir geruheten uimb der in seinem Memorialy angeführten motiven willen, gnädigst zu verstatten, daß er ohne Krößtragen in Unserer Königliche Statt Prag erscheinen dörffe; Undt nur wir hierwieder gnädigst kein 'bedenken tragen! Alß würdet Ihr (wir hdemit Unser gnädigster befehl) gehöriger orthen hierüber die weitere Verordnung zuthun wissen, stünde aber hierwieder waß erhebliches zu erwidern, werdet Uns Ihr dasselbe zu Händen unserer Königlichen Böheinnbischen Hoff Cantzley mit demnechsten berichten, und also hieran Unseren Gnädigsten willen und meinung gehörsamibst erstatten, Gelben zu Bbersdorff, den zehnten Monatstag Septeanlbris im 1678 etc. Leopold/* Beilage VII. (Protokoll über die Einvernahme Dr. Moyses Burga durch die med. Fakultät.) „Ist referiret worden der Extract eines Kais. Schreibens in quo Judei Moyses Burga Clava, ob undt wie weit Er praxkn z<u admittiren sei, ed. nicht. Proinde Vocatus est Judeus Moyses Burga, qua interrogatus quid petierit a Sua Majestate? Ii' tit: nihil aliud nisi ire in collari, nunquam practicare extra Judaicam, nec facturus sum. Prohibitum est ipsi practicare nec per se, nec per alios, nec in Judaica quoad Christianos. Quosuper respondit juramentum facerem; quoad nec fecerim, nec velim facere. Fuerint Studiosi apud me, ut quosdam curarem, recusavi, quia est aliterhic constitutum, praecise Judaeos volo practicare. Cui postea dictum. Si ista observaverit, quoad Facultas velit ipsum tueri contra alios Judaicos, Sic ipsi fuerit facta in juria. Non exibuit autem Diploma Sua promotionis, e,o quod illud oppignoravetit." Beilage VHI. (Protokoll über einen Überfall auf Juden.) „1701, 29. Jänner. Raubüberfall, Oberamtsprotokoll zu Schlackenwerth. Am 18. Jänner, 6 Uhr abends, überfielen vier Reiter «zu Fuß, drei in blauen Kamisolen und einer im weißen Rock, unweit des Katzenbolzes den Gerstl Veit und Marcus Schleim von Lichtenstadt. Sie schlugen den Ottowitzer iBauern, welcher die beiden gefahren, über den Kopf, worauf er floh, dann warfen sie den Schlitten um, rissen die Juden heraus, rieben deren Gesieht mit 'Schnee, traten ihnen auf den Hals und prozedierten mörderisch mit ihnen, so daß aus Hals und Nase Blut geflossen. 179