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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 129

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 129)
Language
German
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IRI
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„Zur Judenfrage (0 zidovske otäzce) in der Zeitschrift „Novy kult" 1904, wie auch in dem Gedicht „Sabbath" (Sobota). Dieses lautet: Sobota, myslim, byla snad. Zidovsky pän büh mel svatek a 2idi mu sli dekovat za vsechen vezdejsi statek, za prosperovani obchodü galanternich a stfiznich, za tehotnyeh zen ürodu a za hloupost svych bliznich, za jmeni Rotschildü veskerych (boze, kde kräst a nebrat?!), za zdravi souvercü, u kterych musi krälovß zebrat, za slävu tovärnich kominü, za marnou zävist chätry, za chladnokrevnost vojinü, kteri stfili sve bratry, za vsechny dary prirody, za vhodnä krupobiti a za hesla pokroku, svobody, jichz mozno zneu^iti. (Es* war Samstag, der Judengott hatte Feiertag und die Juden dankten ihm für die irdischen Güter: für das Gedeihen der Galanterie- und Schnittwarengeschäfte, für die Fruchtbarkeit der schwangeren Frauen, für die Torheit ihrer Mitmenschen, das Vermögen der verschiedenen Rothschilde, die Gesundheit der Glaubensgenossen, an deren Türen Könige betteln müssen, für den Ruhm der Fabriksschornsteine, den vergeblichen Neid des Pöbels, für die Kaltblütigkeit der Soldaten, die auf die eigenen Brüder schießen, die Gaben der Natur, den willkommenen Hagel und schließlich für die zu mißbrauchende Devise: Freiheit und Fortschritt.) Im Jahre 1912 unternahm er es, in einem Aufsatz der „Lidove noviny" („G ebräuche der mitteleuropäischen Jude n"), das nichtjüdische Publikum über die Sitten und Gebräuche der Westjuden zu belehren. Er tat es in der denkbar oberflächlichsten und unverschämtesten Weise. Ohne deren Kultur auch nur im geringsten anzuerkennen, machte er sich lediglich über ihre Unsitten lustig, wobei er nicht zögerte, gläubige Menschen rücksichtslos zu verletzen. Dem jüdischen Milieu entnahm Gellner die Motive zu einigen seiner Erzählungen, z. B. „Die Konkurrente n", „Kalokagathi a", „Verschuldete Krid a", „Der Kultusvorstehe r", „P f e - mysl Ottokar und die unschuldige Jungfrau41 und „Ignatz Ee z". Er schildert in ihnen am häufigsten den jüdischen Marktfahrer, einen Typus, dem wir bisher in der Literatur nicht begegneten. Wohl versagt er diesen ein hartes Schicksal tragenden 125

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