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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 90

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 90)
Language
German
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IRI
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richten, schließlich belehrt er den Leser über beide Aufbaufonds: den Keren-hajessod und Keren-kajemeth. Im zweiten Teil seiner Arbeit, die die Begebenheiten aus dem Jahre 1926 enthält, schreibt der Verfasser über die Ortschaften Bath Galim, Daganja Alef, Alejet Haschachar (wo er an einer Purimfeier teilnahm) u. a. Er erzählt, wie vorzüglich in Kfar Gilead für die ukrainischen Pogromwaisen gesorgt wird, zeichnet ein Porträt des Lehrers und Arbeiters Elieser Smoli und schil-- dert seine Reise aus Südpalästina über Nazareth, Dzenin nach Jerusalem. In Jerusalem macht er sich über das Gehaben der Juden an der Klagemauer lustig, Tel Aviv, das die europäischen Unsitten übernahm, lehnt er entschieden ab. Viktor Mussik betont in seiner Reisebeschreibung immer wieder die jüdische Gastfreundschaft. Während er als Schwerkranker in katholischen und evangelischen Hospitälern abgewiesen wurde, nahm ihn das Krankenhaus der Hadassa sofort auf, obgleich er sich als, Christ ausgab. Schöpferische Tätigkeit der Juden auf dem Gebiete der tschechischen Literatur. Der t s c h e c h i s c h - j ü d i s c h e Kalender, Ritual- und Religionsbücher. In der Einleitung war von der Begründung des tschechisch-jüdischen Studenten Vereines „Spolek ceskych akademikü zidü" im Jahre 1876 als dem Beginn einer tschechisch-jüdischen Bewegung die Rede. Diese Vereinigung empfand sehr bald das Bedürfnis nach einem Organ, das ihre Ideen in weitere jüdische Kreise hinaustragen sollte. So wurde im Jahre 1881 zum ersten Mal dar tschechisch-jüdische Kalender („Ceskozidovsky kalendär") in Taschenformat, aus einem Kalender- und einem belletristischen Teil bestehend und mit einem Bildnis Siegfried Kappers. geschmückt, unter der Redaktion Dr. August Steins herausgegeben. Im Laufe der Zeit vergrößerte der Kalender sein Format und erhöhte auch sein literarisches Niveau. Er blickt heute auf 50 Jährgänge zurück und stellt, einen beachtenswerten literarischen Almanach dar28a). Der tschechisch-jüdische Kalender, dessen Redaktion nach Dr. Aug. Stein Karl Fischer (22 Jahre), Dr. Otokar Guth, Dr. Vikt. Teytz, Max Pleschner, Dr. Eduard Lederer, Dr. Alfr. Fuchs und Vitezslav Markus innehatten, verfolgt in seinen Aufsätzen dreierlei Zwecke: einen jüdischen, einen tschechisch-jüdischen und einen tschechischnationalen. Das ist nicht -so zu verstehen, als ob jeder Artikel eine von diesen drei Rich- 86

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