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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 89

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 89)
Language
German
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IRI
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folgende tschechische Reisebeschreibungen Palästinas: Josef Chme- Heek: „Reise ins Heilige Land" (Cesta do Svate zeme), F. X. Krystüf ek: „Reise und Wallfahrt nach Ägypten und ins Heilige L a n d" (Cesta a pouf do Egypta a Svate zeme), Dr. Fr. Kyzlink: „Reisen im Heiligen Lande" (Z cest po Svate zemi), Dr. Jan H e j c 1: „Au s der Stadt Elisabeths in die Stadt Davids" (Do mesta Davidova z mesta Eliscina), P. Fr. Navrätil: „Eindrücke von einer Reise ins Heilig e L a n d" (Dojmy z pouti do Svate zeme). Alle diese Reisebeschreibungen zeigen nur für die christlichen und mohammedanischen Stätten Palästinas Interesse und nehmen (mit Ausnahme von Ohmelicek) von den Juden überhaupt keine Notiz. In neuester Zeit ergießt sich aus Böhmen ein Strom von Touristen nach Palästina, der sein Interesse nicht nur den geheiligten Stätten des Judentums, Christentums und der Mohammedaner, sondern auch dem modernen Aufbau Palästinas durch die Juden entgegenbringt. An anerkennenden Berichten über das jüdische Aufbauwerk fehlt es in den tschechischen Zeitungen — von den zionistischen „Zidovske zpravy", die der Palästinafrage eine besondere Rubrik widmen, ganz abgesehen — nicht. Unter den (lern Palästinaaufbau gewidmeten tschechischen Werken seien besonders hervorgehoben: Jar. Petrbok: „Palästina und die jüdische Arbeit und Moral" (Palestina a zidovskä präce i mravnost) und V. Mussik: „Als Pfadfinder vom Nil bis zum Jorda n" (Trampern od Nilu az k Jordänu). Der Geologe Petrbok weilte dreimal zu Studienzwecken in Palästina und zwei seiner Reisen (die von 1925 und 1926) beschrieb er in Tagebuchform. Er widmete sein Augenmerk in erster Linie wissenschaftlichen (paläontologischen und archäologischen) Fragen, aber immer wieder wird er von ihnen abgelenkt durch sein Interesse für den Aufbau Palästinas. Voll Begeisterung schreibt er über ihn und voll Lobes ist er über die Arbeit der Chaluzim. Der Autor macht den Leser mit den verschiedenen Arten der Kolonien (Kwuzoth, Gedud awoda) bekannt und berichtet über die einzig dastehende palästinensische Kinderfürs.orge. Er bezeichnet das zionistische Palästina als Paradies der Kinder. Im Jahre 1925 siedelte sich Petrbok in Beth Alfa an, von wo er geologische Exkursionen in die Umgebung unternahm. Er beschreibt die Siedlungen in Emek Jesreel, er berichtet über die Kämpfe jüdischer Kolonisten mit arabischen Räubern aus den Nachbargebieten, er betont den Unterschied zwischen dem privatkapitalistischen Judäa und dem kommunistischen (nicht im politischen Sinn) Galiläa, zwischen den orthodoxen Juden Palästinas, die nichts anderes kennen als Talmudstudium, und den modernen Juden, die ein neues Vaterland er- 85

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