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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 32

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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IRI
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Eine Festung nach der anderen fällt den Juden in die Hände, nur Jerusalem trotzt ihnen und bleibt Besitz der Römer. Da macht Bar Kochba die Stadt Betar — zum Neuen Jerusalem. Das eroberte Tur Simon tibergibt er Bar Droma und er macht ihn auf dessen Bedeutung aufmerksam. „Ist Betar Judas Herz, so ist Tur Simon sein Auge." Um die Macht der Juden zu stärken, verhandelt Bar Kochba mit dem Vertreter der palästinensischen Christenheit, dem Bischof Judas. Doch die Christen lehnen jede Verbindung mit den Juden ab. Von da ab zählt sie Bar Kochba zu seinen Feinden. Judith, Bar Dromas Mutter, kommt zu Bar Kochba, um ihm für die ihrem Kinde erwiesenen Wohltaten zu danken. Vor fünfzehn Jahren hatte er um ihre Hand angehalten, wurde aber seiner Armut wegen vom ihr verschmäht. Jetzt erhebt er sie zu seiner Frau. Die Rabbiner, die versteckten Feinde Bar Kochbas, wollen diesen als Messias nicht anerkennen, aber sein Kriegsglück veranlaßt Akiba, den Helden als König und Messias auszurufen. Bar Kochba läßt Betar durch Gräben mit dem Heer und einigen Städten Palästinas verbinden; die Soldaten murren über die schwere Arbeit, die ihnen damit auferlegt wird. Bar Kochba ahnt die Unzufriedenheit des Volkes und hat die Rabbiner im Verdacht, daß sie gegen ihn hetzen. Das verstimmt ihn. Dazu kommt die Schreckensbotschaft vom Fall Tur Simons. Bar Droma vermochte die Festung vor der Übermacht der Römer nicht zu halten. In der Tat verhetzen die Rabbiner aus Rache, weil sie jeden Einfluß auf die Regierung in Israel verloren haben, das Heer und treiben es bis zur Meuterei. Zwei von ihnen vergiften sogar die Brunnen von Betar. Bar Kochba erkennt, daß ihm innerhalb des eigenen Volkes ein gefährlicherer Feind entsteht als in Rom. Er läßt die Rabbinerschulen schließen und die Rabbiner aus der Stadt verstoßen, wofür er von ihnen verflucht wird. Während der Herold Bar Kochbas Befehle verkündet, erscheint Ahasver und prophezeit den Untergang des Königs der Juden. Akiba geht mit den übrigen Rabbinern aus der Stadt, obgleich ihn Bar Kochba bittet, bei ihm zu bleiben. Nur Eleazar verläßt die Stadt Betar nicht. In seiner schwierigen Lage verbindet sich Bar Kochba auf Veranlassung seiner Gattin Judith mit den Satanim, den dunkeln Mächten des Schaol; er erfährt von ihnen sein künftiges Unheil. Tinaeus Rufus wurde seiner Mißerfolge wegen aus Palästina abberufen, an seiner Stelle wurde C. Julius Severus mit der Führung des Heeres betraut. Dieses will Betar aushungern. Jüdischer Verrat kommt ihm zu Hilfe. Der von Bar Kochba gekränkte Hirt Samuel führt das römische Heer durch die unterirdischen Gräben nach Betar. Die Festung fällt und Bar Kochba findet dabei den Tod. Der Epilog enthält Akibas Vision und Kaddisch. Rabbi Meir schil- 28

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