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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 31

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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IRI
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Da erscheint plötzlich der Todesengel Asmaveth und verkündet Tod und Verderben. Es vergehen mehrere Jahre. Die Juden beraten im Tale Bet-Rimon, wie sie sich zu den neuem gegen sie gerichteten Erlässen Hadrians stellen sollen. Akiba predigt Widerstand und prophezeit dem versammelten Volke, Bar Kochba (der Sohn des Sternes) werde sein Führer sein. Er geht mit Meir Bar Kochba suchen und findet ihn im Tale Josaphat, zwischen den Gräbern, wo sich dieser fastend für seinen künftigen Beruf vorbereitete. Akiba beruft Bar Kochba zu seiner Aufgabe. Der römische Statthalter Qu. Tinaeus Rufus ist im Begriffe, den Befehlen Kaiser Hadrians entsprechend den Zionsberg, auf dem einst der Tempel Salomos stand, aufackern zu lassen, um dort den Grundstein für die neue Stadt Aelia Capitolina zu legen. Mit der Aufgabe betraut er seinen Sohn Titus Annius. Akiba und Teradion bemühen sich vergebens, den Statthalter von seinem Vorhaben abzubringen. Während sie mit ihm verhandeln, tötet Bar Kochba den Ochsen, der den heiligen Berg ackern sollte, vertreibt die römischen Soldaten und verfolgt Titus Annius bis in das Zelt seines Vaters. Dort erklärt ihn Akiba für den „Auserwählten Gottes" — für den Messias. Bar Kochba sammelt ein Heer. Zum Zeichen der Kraft und des Mutes muß sich jeder, der ins Heer aufgenommen werden will, einen Finger seiner Hand abhauen lassen. Bar Kochba geht mit gutem Beispiel voran, ihm folgen die übrigen Soldaten. Auch der junge Bar Droma will einen Finger opfern, da legt sich seine Mutter, die einstige Geliebte Bar Kochbas, ins Mittel, um es zu verhindern. Bar Kochba hat Achtung vor dem guten Willen des Jünglings und vor den heiligen Gefühlen der Mutter, aber über alles stellt er Gottes Gesetz. Er haut sich selbst für Bar Droma einen zweiten Finger ab, wodurch er beim Volke begeisterten Jubel erweckt. Tinaeus Rufus, genannt Tyrannus Rufus, quält im eroberten Tur Simon in grausamster Weise jüdische Gefangene. Er läßt sieben Männer ans Kreuz schlagen und sieben Frauen lebendig darunter vergraben. Unter den Kreuzen läßt er Scheiterhaufen anzünden. Die Märtyrer ertragen ihre Pein und singen Hymnen auf Gott und Bar Kochba. Da läßt ihnen Rufus flüssiges Blei in die Kehlen gießen. — Die Kundschafter berichten Rufus vom schnellen Anwachsen des jüdischen Heeres und von der Riesenkraft Bar Kochbas und seiner Soldaten. Mit den Fäusten fällen sie Bäume im Wald, Bar Kochba fällte ihrer fast hundert. Er greift die Festung Tur Simon an, Rufus muß vor ihm weichen, das römische Heer flieht Hals über Kopf. Bar Kochba befreit die jüdischen Gefangenen. 27

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