Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Samson, Jubal, Ada, Sulamith) tragen, wiederholt von der jüdische u Religion und vom jüdischen Gott spricht, dem er seinen eigenen Gott, wie er sich ihn selbst in seinem Herzen gebildet hatte, gegenüberstellt. Desgleichen wird im Gedichtzyklus „I m Sturm e" (V boufi) Jehovas Erwähnung getan. Über die Bibel, das Symbol des jüdischen Glaubens, läßt Cech den Adamiten Moses sagen: Hie, tu kniha, nad ni& svymi blesky strasil zidü zamraceny büh, hie, tu kniha, v jejiz vetche desky uveznil se clovecenstva duch. V teto knize srdce lidstva zprahle stovekou se plisni pokrylo, a z ni bludü päsmo neobsähle nad ßvetem se temne rozvilo. Spousta tato, vekem zrezavelä, zamykala clovecenstvu raj, za ni zima povecnä se tmela, venku vecny usmival se mäj. Tato bajka velkä o Jehove myriädy duchü u&pala, takze v tela cloveciho krove bozstvi jiskra zhasla bezmäla.9) Einen alttestamentarischen Stoff (die Sintflut) behandelt Cech in dem Gedichte „Der Engel" („Andel"), das im Grunde genommen eine Satire auf die Gebrechen der Welt (Mammonismus, Eigennutz, Betrug, Sinnlichkeit u., dgl.) darstellt. Gott schafft aus seiner vergossenen Träne einen Engel, dessen Seele von Zwiespalt zerwühlt wird: die verderbte Menschheit verdient wohl die gerechte Strafe Gottes; doch der Engel, aus einer Träne entstanden, vergießt Tränen des Mitleids mit den Menschen. Die Liebe dieses Engels zu der Erdenbewohnerin Dinah bildet den Kern der Dichtung. Wir sagten, Sv. Öech sei ein Sänger des passiven Heroismus der Juden. Das zeigt sich in dem Buche „A 11 e E r i n n e r u n g e n" (Dävne vzpommky), wo er gegen die rohen antisemitischen Exzesse auf dem böhmischen Flachland auftritt. In den „Reises childerungen" (Kresby z cest) zeichnet er eine selbsterlebte Schiffszene, wie ein russischer Jude ganz unschuldigerweise von den übrigen Reisenden aufs brütalste behandelt wird. Dieser Jude ist ihm der Vertreter des jüdischen Volkes, sein Leid das Symbol des Judenleids. „In vollem Maß, mit viel 11