Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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ostatmm vsem to k hofi — viz priklad v Rüdem mori: 2id spekuloval „ä la baisse", a vskutku sfastne prosei; vsak Farao, jenz za nim lez', ten take doufal jeste v „baisse", a pfisla „hausseu a posel."6) Weiters wendete sich Neruda mit seinem Hohn am liebsten gegen die jüdischen Journalisten, von denen er seinen einstigen Chef David Kuh am häufigsten aufs Korn nahm (z. B. „Der böhm. Landtag im J. 1863", „Eine fromme Übersicht der Tagesarbeit im böhm. Landtag", „Fünfkirchenplatz" u. a. Ges. Sehr. XXXII 67—105, XXI 163 ff). Neben Hälek stand Neruda an der Spitze jener Dichter, die, gegen Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit ihren Dichtungen hervortretend, sich um den Almanach „Mäj" scharten und die sogenannte dritte Dichterschule bildeten. Zu ihnen gehörte auch der berühmte Lyriker Adolf Heyduk (1835—1923). Dieser veröffentlichte in den Büchern „Sonette" (Znelky), „Ost und West" (Vychod a zäpad) und „Biblische Berichte" (Biblicke zvesti) zweiundzwanzig Gedichte alttestamentariischen Inhalts. * Um das Jahr 1868 trat eine neue Dichtergeneration auf den Plan. Sie gruppierte sich um die Zeitschrift „Lumir" (Name eines sagenhaften alttschech. Sängers) und man nannte daher die Dichter jener Zeit „lumirovei". Die Luimrgruppe teilte sich in zwei Flügel. Der eine, mit Sv. Cech an der Spitze, verfolgte, an Kollär und Palacky anknüpfend, eine nationale Richtung (Cech wählt für seine Dichtungen mit Vorliebe Stoffe aus der heimatlichen Geschichte), während der andere, von Julius Zeyer und Jaroslav Vrchlicky geführt, kosmopolitisch eingestellt war. Die kosmopolitischen Dichter waren bestrebt: 1. Formen und Gedanken fremder Poesien in die tschechische Dichtung zu verpflanzen, 2. in ihren Werken Stoffe aller Zeiten und aller Länder zu bearbeiten und 3. die hervorragendsten Werke der Weltliteratur ihren Volksgenossen zu verdolmetschen. Alle drei genannten Dichter beschäftigten sich in ihren Werken vielfach mit dem Judentum. Svatopluk Cech (1846—1908), der als Knabe von einem jüdischen Lehrer in der deutschen Sprache unterrichtet wiurde,' der während seines Aufenthaltes in Liten (Cechs Vater war dort Gutsverwalter) mit jüdischen Familien Umgang hatte, die Synagoge und Juden®chule >zu 9