Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 517)
- Language
- German
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502 wart. — Der Autor behandelt die belletristischen Arbeiten, die im Öesko-zidovsky kalendäf erschienen sind, recht ausführlich und objektiv, aber er berücksichtigt nicht die in demselben veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten. Unter diesen sind hauptsächlich die zahlreichen Aufsätze zur böhmischen Geschichte, d. h. zur Geschichte der Juden in Böhmen zu nennen. In den letzten Jahren fanden die Freunde der Geschichte der böhmischen Juden des öfteren in den Quellenangaben der neuerschienenen Werke den c.-z. kalendar genannt. Es wird daher gewiß von Vorteil sein, wenn dieses Verzeichnis alle wissenschaftlichen Arbeiten umfaßt und den Arbeiten aus dem Gebiete der Historie eine kurze Inhaltsangabe zwecks leichterer Orientierung hinzufügt. Belletristische Beiträge habe ich in dieses Verzeichnis nicht aufgenommen, weil diese bereits ausführlich im Werke des Prof. O. Donath behandelt und überdies in einem vollständigen Register in dem diesjährigen Jubiläumsjahrgang des c.-z. kalendäf aufgenommen worden sind. Die Geschichte der tschechisch-jüdischen Bewegung, ihre Anfänge und Verbreitung findet sich zwar in allen den kleinen Bänden, u. zw. in dem Anhang der „Vereinsnachrichten" vor, doch diese konnte ich in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigen, sondern werden an einer anderen Stelle besprochen. Redakteur: J. U. Dr. August Stein. 1. Jhrg. 1881/82. Vi lern Zirkl, „Siegfried Kapper" (Biogr., Bild). Noch frisch war der Eindruck, den die Nachricht vom Ableben des Dichters und Gründers der tschechisch-jüd. Bewegung hinterlassen hat, als Zirkl diese Biografie schrieb. Er schildert die Jugendjahre, die K. in seiner Geburtsstadt Smichov verbrachte, ferner die Zeit — 1840 —, in der sein Vorhaben, nach Rußland auszuwandern, scheiterte. Seine Studien beendete er in Wien, wo er zum Doktor der Medizin promoviert wurde. Hier lernte er die Dichter V. B. Nebesky und Vuk. St. Karadzic kennen; dem Einflüsse des letzteren hatte er es zu danken, daß er Arzt im kroatischen Städtchen Karlovac und hier Zeuge der 1848er Revolution wurde. — Der weitere Teil der Biografie befaßt sich mit den Werken Siegf. Kappers, welche er ursprünglich in deutscher, später