Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 518)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2644300-2644303--0975-2645317- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
503 in gleichfalls vollkommener Fassung auch in tschechischer und serbischer Sprache ausgab. Zirkl gibt in treuer lief erung die journalistische Abfuhr wieder, die ihm und seiner patriotischen Muse („Ceske listy") von K. EL Borovsky zuteil geworden ist. Dieser Mißerfolg konnte Kapper nur eine Zeitlang vom Schriftstellertum fernhalten, jedoch nichts an dem festgesetzten Ziele ändern. Die Biografie Zirkls schließt mit dem Bekenntnis: „Geliebter Sänger! Deine Sehnsucht tönt immerfort auf den Saiten Deiner Lyra und wird gewiß gestillt werden! Deine Glaubensgenossen in Böhmen bekennen sich zu ihrer einzig wahren Heimat. Sie werden Dir, dem besten ihrer Brüder, das schönste Denkmal setzten!" J. IL Dr. Aug. Stein, „Die Juden in Böhmen". Die gesellschaftliche Stellung der Juden bis zum Jahre 1864; ihre Entwicklung seit der Erlangung der Gleichberechtigung. „Trotzdem sich — (im J. 1881) — nur eine geringe Anzahl Juden zur tschechischen Nationalität bekannt haben, blieb ihnen selbst nach der dekretierten Gleichberechtigung so manches Staatsamt unerreichbar.44 Den leitenden Gedanken zur Weiterentwickelung der Juden in Böhmen erblickte Dr. Stein in der Assimilation der Juden zum tschechischen Volke. Das war auch das Hauptpostulat des neuen akademischen Vereines, welcher sich fünf Jahre zuvor konstituierte: der „Spolek cesk^ch akademikü zidü44, dessen Bestreben durch die tschechische Journalistik, (namentlich durch den ehem. Chefredakteur Barak) stark gefördert wurde. Prof. Dr. Alois Zucker, „Der Antisemitismus41. Über den Ursprung und die Geschichte der antisemitischen Bewegung unter den verschiedenen Völkern. Prof. Z. warnt vor einer Unterschätzung dieser Bewegung und findet, daß ein Zentralorgan zur Bekämpfung des Antisemitismus sehr notwendig ist. Dessenungeachtet verschließt sich der Autor keineswegs den Fehlern seiner Glaubensgenossen und empfiehlt ihnen mehr Bescheidenheit und die Enthaltung eines überflüssigen Luxuses. Dr. Josef 2alud, „Die gesetzlichen Bestimmungen über die Juden in Österreich seit dem J. 1867.44 Eine Sammlung der Gesetze und Verordnungen aller Gesetze, welche die Juden betreffen, ihre konfessionellen Angelegenheiten, der freien Berufswahl und der Bildungsfreiheit.