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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 516

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 516)
Language
German
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IRI
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501 Fünfzig Jahre des „Ceskoiidovsky kalendäf". Von Jaroslav Rokycana. Als vor 50 Jahren der Ausschuß des damals noch jungen Vereines „Spolek cesk^ch akademikü-zidüu in Prag den Beschluß faßte, ein Jahrbuch herauszugeben, hatte er nicht die Absicht, den bis dahin nur in deutscher Sprache ausgegebenen jüdisch-konfessionellen Kalender durch einen tschechischen zu ersetzen, sondern er wollte der jüdischen Familie das erste tschechische Buch mit einem gediegenen Inhalt bieten. Bis zu dieser Zeit war das tschechische Buch in der Judenfamilie ein seltener Gast und um ihm leichter den Einlaß zu gewähren, stattete die weitblickende Redaktion diesen Almanach, der auch Propagandaartikel enthielt, nicht nur mit einem Kalendarium, sondern auch mit einem Verzeichnis aller im Laufe!des Jahres; wiederkehrenden rituellen Gebräuche und Zeremonien („Minhogim"), welche in diesem Kalender in hebräischer Schrift vor dem redaktionellen Teil erschienen, aus. Das erste Bändchen des c.-z. kalendär erschien im Jahre 1880, u. zw. im Kleinformate der damals üblichen Almanache; es enthielt ein schönes, litographiertes Bild des Dichters SiegfriedKapper. Der erste Redakteur (Jhrg. I—III) war J. IL Dr. Augustin Stein, die weiteren redigierte KarlFischer, ein Mann, der mit den tschechischen Schriftstellern gute Verbindungen hatte und es wohl verstand, ihr Interesse für diesen Kalender zu erwecken. Den fünfzigsten Jahrestag dieses Kalenders, welcher in der Geschichte der tschechisch-jüdischen Bewegung eine wichtige Rolle gespielt hat, erleben einige dieser ersten Mitarbeiter. Heuer erschien das Buch des Prof. Dr. Oskar Donath, „2ide a zidovstvi v ceske literatufe 19. a 20. stoleti", IL Bd. von Jaroslav Vrchlick^ bis zur Gegen-

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