Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 464)
- Language
- German
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449 Beilage IV. Consignation, was nachfolgende hir Landes befündliche Judengemeinde zu denen dermahligen militärischen Erfordernüssen zu entrichten haben, benanntlich: Zur Herrschaft Nahmen der Örter, all wo Sie Juden sich haben zu gehörig: ansässig befunden: entrichten Battelau Bei dem Markh Battelau 78 fr Meseritsch „ der Stadt Meseritsch 897 „ Pürnitz „ dem Markh Pürnitz 702 „ Teltsch „ der Stadt Teltsch 156 „ Trebitsch „ „ „ Trebitsch 2186 „ Triesch „ dem Markh Triesch 312 „ Ex commissione DD. deputatorum Marchionatus Moraviae. Brunae, die 20. Aprilis Anno 1742. Gotthard Dismas Demuth E. L. M. Landschaft-Buchhalter. (Liegt mit dem Patent, durch das der Gemeinde die Zahlung aufgetragen wurde, ddo. 1742, April 25 Fasz. IV. i. 2.) Beilage V. 1725, Oktober 13, Wien. — Heiratskontrakt zwischen den vom Judentum zum Christentum übergetretenen Anton Christmayer (ehedem Monisch Samuel) und seiner Frau Maria Theresia (ehedem Lissl Schamschin aus Meseritsch). „Im Nahmen der allerheiligsten und unzertheilten Dreifaltigkeit, Gottes-Vaters, Sohnes und heil. Geistes. Amen. Nachdem ich Monisch Samuel aus sonderer Gnad und Barmherzigkeit Gottes aus dem verstockten Judenthumb herausgerissen und zu dem Liecht des wahren allein seeligmachenden römischen catholischen Glaubens mitls des heil. Sacraments der Tauf, worin mir der Nahmen Antonius Christmayer gegeben, nunmehro (Gott dem Allerhöchsten seye ewiges Lob und Dank) gebracht worden; — so hat sich entzwischen auch gefüget, daß main in dem Judenthumb ganzer acht Jahre lang gehabtes Eheweib Lissl Schamschin, aus Meseritsch gebürtig, durch abermahlige gnädige Schickung Gottes sich ernstlich entschlossen, von dem Judenthumb abzustehen, sich tauffen zu lassen und in dem wahren röm. christcatholischen Glauben bis an ihr End gottgefällig zu beharren. Zu welchem Entzweck auf morigen Tag, als den 14. Monats Octobris 1725, die heil. Tauff- und Copulation-Ceremonien bei denen wohlerwirdigen PP. Minoriten unter dem Landhaus vorgehen sollen, worbey meiner vorgewesten jüdischen Eheconsortin der Nahmen Maria Theresia, wie nehmblichen deroselben Taufzeugin, die wohledle Frau Maria Theresia Orsethin sich nennt, gegeben werden solle. Wann nun aber wir beede 8 Jahre lang geweste jüdische Eheconsorten [von welcher Ehe zwei Kinder annoch im Leben sein und mit dem dritten sich gross Leibs und schwanger befindet] 29