Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 415)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2644300-2644303--0872-2645214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
400 geforderten 4000 fl. mit Rücksicht auf ihre kaiserlichen Privilegien, die sie von Einquartierung lossprechen, nur 800 fl. monatlich zahlen mußten. 4Ö) Lücke im Texte. 46) Das Sabhathlicht ist Symbol und Grundlage des Friedens im Hause. 47) Nach Handschriftliches I., 25 war es ein Befehlshaber der Panduren und Husaren, der zur Beruhigung seiner Truppen 30000 fl. verlangte, später einigte man sich durch Vermittlung eines christlichen Kaufmannes, der erklärte, den Juden höchstens 1000 Dukaten borgen zu können, auf diesen Betrag, 48) Anlehnung an Proverbia 30, 15. 4Ö) L. Sch., lies Lasch, ursprünglich Abkürzung von Liechtenstadt, später mit diesem gleichzeitig als Familienname verwendet, vom 19. Jahrhundert an ist vorwiegend Lasch gebräuchlich. 50) Über die Plünderung in Leipa (Böhm.-Leipa) vgl. Monatsschrift 35, S. 272, Handschriftliches L, 9. 51) Die Jahreszahl ist gegeben durch den zitierten Vers aus Echa I., 2, wenn man den einen Buchstaben mit Ziffernwert 1 weglaßt. Es ergibt dann 505. 52) Sgl. ist die verpönte Bezeichnung für Unzucht und wird hier als akrostichische Abbreviatur für die Namen der drei Judenhasser verwendet. 53) Als Handwerk der Väter wird im Schrifttum Gebet und Fasten bezeichnet. 54) Nach Handschriftliches I., 7 wurde bereits am 7. November auf die allgemeinen Gerüchte hin, daß die Kaiserin die Prager Juden auf Grund der Verleumdungen ihrer Feinde strenge, ja sogar mit dem Tode bestrafen wolle, eine Deputation an den Gemeinde- Vorstand nach Wien geschickt, um zu verhüten, daß sie ungehört verurteilt werden. 55) Über diese Interventionen finden wir Genaues in einem umfangreichen Konvolut von Briefen und Konzepten aus dem Nachlasse Wolf Wertheimers, den Dr. Adler vor kurzem im Archiv der jüdischen Gemeinde Prag entdeckt hat, die ich zu veröffentlichen gedenke. 56) Die nicht genügend sorgfältige Beachtung des Bannes wird durch den Tod bestraft. 57) Kiddusch der Segenspruch zur Heiligung des Sabbaths. 58) Im Talmud werden die kleinen Schüler Böcklein, die Gelehrten Böcke oder gehörnte Böcke genannt. Vgl. „die kleinen Böcksein, die du zurückgelassen, sind Ziegenböcke geworden mit Hörnern". Berachoth 63a. 59) Es werden einzelne der Orte, die auf der Wüstenwanderung Haltestellen gebildet hatten Numeri c. 43) aufgezählt, soweit sie an ähnliche Ortsnamen anklingen wie Libna (Lieben) Chazeroth (Hof z= Smichhov), dies die alte jüdische Schreibung für Smichov, oder Schrecken und Trauer bedeuten Charada Schrecken, Mara z= Bitternis, Ebel Schittim — (Trauer); Khelatha bedeutet Gemeinde als Ausgangspunkt der Wanderung. Ezion Geber mag